Laufen: Olympisch 2019

Dabei sein ist alles!

Die Vorgeschichte

Nach dem Desaster in 2018 gehe ich es dieses Jahr 'olympisch' an. Denn vielleicht ist meine Marathonbestzeit von 2017 wirklich das Ende der Fahnenstange. Kann ich mich dauerhaft energisch genug motivieren? Oder sollte ich es mal etwas ruhiger angehen lassen, um dann 2021 noch mal was rauszuhauen? So starte ich in's neue Jahr 2019 mit dem Motto: 'Dabei sein ist alles!'

Alle Bilder mit Namensbestandteil _n_, _n oder _o_ - falls nicht anders angegeben - Quelle: Fratzenbuch

16.11.19: 1. Lauf der WLS Seligenstadt 10 km

Nach Regen in der Nacht scheint vielfach die Sonne: Es gibt also keinen Grund, nicht in Seligenstadt zu starten:-) Anreise mit dem Öffentlichen und 2 km einlaufen zum Sportgelände, nachmelden und umziehen. Ansprechen tue ich noch Andre, der das Trikot des diesjährigen Brüder-Grimm-Laufs trägt und verdreckte Schuhe trägt: Die sehen so aus nach Starts bei der WLS Goldbach, beim Brüder-Grimm-Lauf sei er diesmal erstmalig gestartet und plant auch für 2020 einen Start; aber ob die Strecke hier gut zu laufen sei, wisse er auch nicht ..., nach dem Regen. Egal, bißchen warm machen und steigern, dann ab zum Start. Es ist mit vlt. 6°C schon frisch, so frotzelt der Zeitnehmer - dick eingepackt! - über mein Läufer-Outfit. Das Starterfeld ist m.M. nach eher dünn besetzt: Alleine Nora sehe ich und wir ratschen etwas ..., dann der Start!

Klar geht es zu Anfang zu schnell los 3:47 Und die Ernüchterung folgt auf den Fuß 3:52, 4:04 während ich z.T. noch von Andre u.a. überholt werde. Doch alleine finde ich dann mein Tempo, zumal die anderen in erreichbarer Reichweite sind. 3:54, 3:53 Es geht auf die zweite Runde 3:53, 3:58, 3:57, 3:59 Zwischendurch werde ich von Florian (vom EOSC) überholt, kann zum Schluß aber noch 3 Hasadeure aufsammeln und einen kleinen Zielsprint hinlegen: 3:55 So stehen im Ziel 39:10 auf der Uhr mit einer pace von glatt 3:55! Dank der Konstanz gerade zum Ende des Laufs und dem kleinen Zielsprint konnte ich mir einen Topten-Platz sichern (10. von 116 gesamt:-) Aber die Ernüchterung folgt auf dem Fuße: Nur der 4. AK-Platz (von 20) springt dabei heraus! Im Ziel beglückwünsche ich Florian und Nora - die w'lich zum Spiridon wechseln will (um dann eine schnelle Mädels-Staffel aufzumachen) und in Ermangelung an Cross-Schuhen auf der doch teils matschigen und rutschigen Strecke unterwegs war - und ratsche noch mit Andre.

Dann ab unter die Dusche und rauf zu Kaffee & Kuchen: Super leckerer selbstgebackener Kuchen und alles ohne Einweg- und Plastikgeschirr oder -besteck, toll! Unterhalten tue ich mich dabei noch mit Karlheinz (AK M65): Er erzählt mir von seinem ersten Triathlon vor gar nicht langer Zeit und meint scherzahft, daß es so etwas "wie ein bißchen Nahtoderfahrung" gewesen sei. Herrlich! Dabei belegt er den 3. AK-Platz, allerdings beim 5 km-Lauf. Anschließend mache ich mich auf zum Bahnhof, nehme aber den langen Weg über die Felder mit Blick zum Sender Mainflingen und genieße die letzten Sonnenstrahlen. Der verspätete Zug bringt mich nach Frankfurt, wo ich mit Uwe und Patricia unseren "Läufer-Jahres-Abschluß" feiere im Fontana die Trevi. Hier noch die Ergebnisliste gesamt und die Ergebnisliste AK.

BTW: Was ich nicht verstehen kann ist, daß im Zielbereich davon gesprochen wird, daß die Strecke nur 9,5 km lang sei. Einerseits wird die WLS zum x-ten Mal ausgetragen und man sollte dem Veranstalten zutrauen, die Streckenlänge richtig zu vermessen; außerdem hieße das, daß meine pace bei 4:07 läge. Hoffentlich haben sich diese Läufer (im dichten Wald) nicht auf ihre GPS-Uhr verlassen ...

10 km in 39:10
M/WPosition im Feld8,6%10,7%mehr Zeit als der Erste im Feld
MPosition in der AK20,0%4,1%mehr Zeit als der Erste der AK

2.11.19: 1. Lauf der WLS Jügesheim 10 km

Obwohl das letzte Training 9 Tage zurückliegt (3 x 1.500 m in 4:15) - und ich zwischendurch eigentlich mal 3 schnelle 1.000-er hätte laufen sollen - freue ich mich nicht nur wegen des Wetters auf den Lauf und den Start in die WLS'n! Anreise öffentlich, leider mit 10 min Verspätung, einlaufen zum Sportgelände, 14:40 Uhr: Aber die Nachmeldung ist noch offen, toll! (Obwohl die Zeitmessung von 45 min, der Veranstalter von 30 min vor dem Start spricht.) Der Veranstalter hat halt ein Läuferherz;-) Bischen Warmlaufen und Steigerungen, dann ab in den Startblock: Stelle mich in Reihe 3-4 auf (hier nach dem Start; alle Photos mit Namensbestandteil WLS_Juegesheim von Markus Heidl: Besten Dank dafür!), kenne aber niemanden dort ..., bis Kerstin neben mir reinrutscht. Wegen "schwerer Sturmschäden im Wald" laufen wir im freien Feld, wo der Wind leider reingreifen kann; aber das ist ja für alle gleich.

Dann: Der Startschuß! 2 Runden auf der Bahn, da ist's etwas eng. Dann raus 3:49 ich halte mich an Kerstin und wir laufen die ersten 3 km zusammen, wobei sie mir etwas enteilt 3:46, 3:53 (km 3 im Wind; super, daß mich hier Marisa und Manuel zweimal anfeuern! Danke!) Doch am Ende gehe ich ganz langsam an ihr vorbei, vielleicht hilft ihr mein Windschatten ... 3:47, 3:48 (Rückenwind) Jetzt schließt sich das "Viereck" 4:02 (km 6 im Wind) welches wir zweimal durchlaufen 3:56 3:53 (Rückenwind) Jetzt werde ich von Nora überholt (Kerstin im Hintergrund) und wir verlassen das Viereck Richtung Stadion 4:00 (km 9 im Wind) Dann der letzte km: Mit etwas Freude im Gesicht, dicht gefolgt von Kerstin. Etwas ungewohnt ist jetzt der Einlauf in's Stadiongelände mit einem scharfen Knick nach hinten, doch ich mobilisiere alle meine Kräft, da ich hinter mir Schritte höre, Endspurt: 3:45 Die beste km-Zeit auf dem letzten km, wow! Kerstin kommt kurz nach mir in's Ziel, bei ihr ging diesmal einfach nicht mehr; ich freue mich schon auf den nächsten Lauf mit ihr!

So stehen 38:38,92 auf der Uhr, eine pace von 3:52. Ich bin zufrieden. Etwas warmen Tee nehme ich, dann duschen und ab zum Kaffee- & Kuchen-Buffet: Eine irre Auswahl an selbstgebackenen Kuchen, superlecker, vielen Dank! Mit Thomas - den ich vom Brüder-Grimm-Lauf kenne - verquatsche ich die Zeit, die S-Bahn ist weg, so nimmt er mich mit und setzt mich zu Hause ab. Von 199 Läufern werde ich gesamt 27., in der AK werde ich 2. von 28. Hier die Gesamtplatzierung. Was mich nachdenklich stimmt ist, daß im Vergleich zum letzten Jahr nur 70 % der Teilnehmer an den Start gingen:-| In 2018 bin ich mit 38:43 ganz ähnlich gelaufen ..., auf AK-Platz 7.

Nachtrag: Das Wetter - und auch ein bißchen die fehlende Zeit - läßt mich das regelmäßige Training inkl. dem Intervall-Training vernachlässigen; so komme ich heute am 14.11. bei sonnigem Wetter zu einer Laufeinheit mit 3 x 2.000 m: 4:27, 4:11, 3:49 Mal schauen, ob das etwas bringt für den nächsten Start der WLS in Seligenstadt am Samstag ...

10 km in 38:39
MPosition im Feld13,6%22,2%mehr Zeit als der Erste im Feld
Position in der AK7,1%2,3%mehr Zeit als der Erste der AK

13.10.19: Mainuferlauf Offenbach Halbmarathon

Beendet: Ich laufe den Halbmarathon beim Mainuferlauf in Offenbach. Bestes Wetter, beste Voraussetzungen! Doch was geht nach 3 Wochen ohne regulärem Lauftraining?

Vorher ...

Nach zwei kleinen Laufeinheiten nach dem letzten Wettkampf und 60 km Wanderungen, 860 km G1-Rennradtraining sowie gestern noch 50 km Beine lockern auf dem Rennrad bin ich gespannt, was heute beim Halbmarathon geht ... nach dem Motto: Die Hoffnung stirbt zuletzt:-) Ich reise die 10 km auf dem Rad an bei schon 15°C, melde nach und treffe Sabrina aus der Intervalltrainingsgruppe, die heute ihren ersten Halbmarathon (in unter 2 h) laufen will. Zur Einstimmung sehen wir uns den Zieleinlauf des 10 km-Rennens an (hier beim Start): Florian (36:23), Marius (37:41), Michael (37:42), Justino (37:30), Manuel (36:12), Markus (37:10), Jens (38:31), Rainer (38:20) und Florian (38:01) liefern traumhafte Zeiten ab (viele aus der Intervalltrainingsgruppe). Dann sind die Schlangen vor den Toilettenhäuschen schon zu lang (später dazu mehr ...), wir laufen uns ein und stellen uns im Startbereich auf; ich finde mich mit Alex und Frank recht weit vorne ein. Dann der Startschuß: Ich starte in dritter Reihe schräg hinter dem späteren Sieger (1456), ganz links Dirk (1374).

Das Rennen ...

Ich halte mich bewußt zurück, will zwischen 1:24 und 1:25 in's Ziel kommen (also mit einer pace von ca. 4:00 min/km). So lasse ich Alex in der Spitzengruppe ziehen: Nach 1 km hat er schon gut 100 m Vorsprung ... 3:58, 3:50, 4:00 Das Tempo pendelt sich in einer kleinen Gruppe dort ein, was ich anpeile, es kommt mir sogar etwas langsam vor:-) Dann zieht sich die Gruppe auseinander, ich lasse z.B. Dirk hinter mir (wenn das mal kein Fehler ist). 3:59, 3:58, 4:01 Jetzt ab km 6 merke ich, daß meine Waden etwas zu sind, sie fühlen sich nicht locker an. Ich muß die Gruppe ziehen lassen und laufe alleine weiter, so kann ich wenigstens mein Tempo gehen: 3:56, 3:57, 3:59 Aha, die Gruppe ist nur schneller geworden, ich aber nicht langsamer! 4:00 - zwischendurch komme ich an der Wende an, wo etwas später auch Uwe und Micaela vorbeikommen - 3:57, 3:55 Denn bei km 12 habe ich sie wieder eingeholt, uns kommt das große Hauptfeld nach dem Wendepunkt entgegen: So grüße ich Spiridonis und Eintrachtler sowie Sabrina und Uwe mit Micaela. 3:54, 3:59 Bei km 14 überlege ich das erste Mal, einen Boxenstop einzulegen, der Kaffee drückt doch etwas. 4:02 Jetzt muß ich allerdings ein zweites Mal abreißen lassen, ich will Krämpfe in den Waden vermeiden: 4:06, 4:45 Und auf km 17 muß ich erstmals in einem Lauf an die Bande, verliere so 40 sek.! Ein Toilettengang vor dem Rennen sollte man also unbedingt einplanen! Meine Kräfte schwinden aber, alleine Alex, der mich zwischenzeitlich überholt hatte, nachdem ich ihn überholte habe (er ist wohl etwas zu schnell angegangen), laufe ich wieder auf: 4:10, 4:15, 4:13 Den letzten km schmerzen die Fußsohlen besonders, egal: 3:58 und 24 sek. für die letzten 100 m, endlich im Ziel!

Nachher ...

Auf der Uhr stehen 1:25:14 (pace 4:02,4); abzüglich der Toilettenpause von 40 sek. komme ich auf bereinigte Laufzeit von 1:24:34, was einer pace von 4:00,5 entsprechen würde. Insgesamt bin ich noch ganz zufrieden, konnte mein anfangs gestelltes Ziel erreichen. Unter den Umständen auch gar nicht so schlecht (60 km Wandern, 900 km Rennrad und Ironman-Übertragung bis 2:30 morgens). Nach mir kommen dann Alex (1:26:47), die erste Frau, Dirk (1:27:48), Frank (1:30:20) und Thilo (1:34:06) in's Ziel. Alex haderte mit seinem Einbruch, Dirk war nach langer Verletzungspause recht zufrieden. Als fünfte Frau kommt Anna in's Ziel und sieht ihr Zeit auch kritisch, aber ok. Versorgt mit Bananen und Getränken warte ich in der Sonne auf Sabrina, die mit 1:57:19 deutlichst unter den 2 h bleibt! Wir gehen zur Halle, duschen, es gibt Kaffee & Kuchen und sitzen mit den Spiridonis am Tisch, warten auf die Siegerehrung. Die inoffizielle Ergebnisliste weist mich noch auf dem 1. AK-Platz aus; anschließend rutsche ich auf AK-Platz 2. Insgesamt werde ich 29. (von 562) und 2. der AK M50 (von 97). Bei der Ehrung gibt es neben der Urkunde noch eine Packung Mohrenköpfe:-) Anschließend radel ich mit Dirk bei Sonne am Main nach Frankfurt zurück ...

21,1 km in 1:25:14
M/WPosition im Feld5,2%14,4%mehr Zeit als der Erste im Feld
MPosition in der AK2,1%2,4%mehr Zeit als der Erste der AK

Fazit ...

Von Vorbereitung auf einen Marathon will ich gar nicht (mehr) sprechen: Ich muß halt auf mein Talent und die Gesundheit bauen und meine langjährige Lauferfahrung einbeziehen, um all die langen Läufe und das fokussierte Training zu ersetzen. Vor allem sollte ich mich von Testläufen nicht ablenken und beim Marathon nicht unter Druck setzen lassen ..., dann wird es schon:-) Hier noch die - jetzt - offizielle Gesamtplatzierung Halbmarathon und die Altersklassenplatzierung Halbmarathon.

1.10. bis 10.10.19: G1-Rennrad-Training in Oberitalien

Anstelle der langen Läufe setze ich mich lieber auf's Rennrad und fahre durch Norditalien ..., wegen Jo Schindler:-) Verona, Cremona, Salice Terme, Canelli, La Morra, Alba, Vercelli und Mailand sind die großen Stationen. Hier geht's zum Reisebericht über 860 km. Mit vielen Photos!

22.9.19: Hessische Meisterschaft Straßenlauf 10 km in Hanau-Rodenbach

Holzmedallie! Ja, wenn der Kopf nicht frei ist, dann reicht es nur für den 4. AK-Platz:-| Die Hessische Meisterschaft Straßenlauf 10 km: So nahm das Desaster seinen Lauf ...

Eingebettet in ein arbeitsames Wochenende mit Party am Samstag nehme ich Sonntag an der Hessischen Meisterschaft Straßenlauf 10 km teil. Nicht die besten Voraussetzungen - obwohl wir mit dem Wetter Glück haben, aber der Laufzirkus ist kein Kindergeburtstag:-) So reise ich mit dem Öffentlichen an und laufe mich zum Stadion ein. Zum späten Mittag brennt die Sonne vom Himmel, es ist regelrecht heiß (25°C) ... Im Stadion - es ist ja Lauftag! - ist schon mächtig was los. Also, Startnummer abholen und einlaufen. Dann zum Start ... meine Gefühle sind gemischt: Am Morgen hatte ich leichte Kopfschmerzen vom Vorabend. Dann, der Startschuß! Ich lasse die Hasadeure ziehen und halte mich bewußt zurück 3:46 Naja, so eine pace könnte ich laufen, unter guten Umständen. 3:44, 3:44 Bis hierher kann ich noch eine kleine 3er-Gruppe halten ..., die ich dann lieber ziehen lasse. 3:55, 3:55, 3:55 Das Stadion habe ich durchlaufen, eine 19:05 wurde mir angezeigt: Aber, dieses Tempo werde ich nicht halten können:-( D.h., es wird - weit? - über die avisierten 38:05 hinauslaufen. Leicht demotiviert mache ich mich auf die zweite Runde; mittlerweilen laufe ich alleine. 3:55 Jetzt sammel ich einen Läufer von vorne ein ... und werde selbst aufgesammelt: Zu dritt ziehen wir uns gegenseitig etwas! Beim Erreichen der Wendepunktstrecke der zeiten Runde läuft mir Lisa Oed als erste Frau entgegen, das motiviert mich etwas, denn gar so schlecht läuft es dann doch nicht 4:00, 4:02 Dann nähern wir uns dem Stadion, wo ich einen kleinen Endspurt hinlege, um nicht überspurtet zu werden (was sich auch auszahlt, später mehr dazu:-) 3:52 Im Ziel steht eine 38:49 auf der Uhr: Immerhin eine 38 vorne! Das ist eine pace von 3:52,9 (wobei der Trainigsplan eine glatte 3:51 gefordert hat). Ich hole meine Blechtasse - nie wieder Müllbecher! Fridays for Future! - und photographiere Sebastian beim Zieleinlauf, bevor ich mich mit ihm in die Athletenverpflegung begebe. Hier beklagen wir unsere Ergebnisse, wir beide wollten eigentlich schneller laufen ..., wie immer;-) Nach dem Duschen werfe ich einen Blick auf die Zieleinlaufliste und finde mich zu meiner Freude noch auf der ersten Querformat-Seite wieder! Und - Klar! - 4. Platz in der AK M50. Doch mit weitem Abstand (62 sek.) zum Dritten (der mit den beiden vor ihm 'im Sekundentakt' eingelaufen ist) und ganz knappem Vorsprung zu meinen 'Verfolgern': In den folgenden 8 sek. sind 3 AK-Läufer in's Ziel gekommen; also Glück gehabt! So warten wir die Siegerehrung ab, denn bei den Hessischen werden die Plätze 1 bis 8 besonders geehrt! Und Sebastian ist auch 4. seiner AK geworden:-) Zwischendurch läuft Kalli Flach als Letzter der Hess. Meisterschaft 10 km in's Ziel: Er läuft und läuft und läuft ... und gewinnt seine Alterklasse regelmäßig: M80! Wir finden uns im Stadioninnenbereich ein - das Wetter hält länger als zuerst versprochen, um unsere Urkunden in Empfang zu nehmen: Zuerst Sebastian (in der M45), dann ich selbst im Kreis der strahlenden Sieger! Die Sonne wärmt den ausgelaugten Körper, etwas fachsimpeln und 'Wundenlecken'; so mache ich mich auf den Weg zum Bahnhof und zurück nach Frankfurt.

10 km in 38:49
M/WPosition im Feld39,0%24,1%mehr Zeit als der Erste im Feld
MPosition in der AK8,8%3,8%mehr Zeit als der Erste der AK

Hier die offizielle Hessische Meisterschaften im Straßenlauf / Zieleinlaufliste (Brutto) 10 km und die der Hessische Meisterschaften im Straßenlauf / Altersklassen (Brutto) 10 km (es fehlt die Hauptklasse?).

15.9.19: Hugenottenlauf 10 km Neu-Isenburg mit Uwe

Heute läuft Uwe die 10 km-Distanz. So treffen wir uns in der Halle, ratschen noch mit anderen Läufern (Ralf und Christin) und verpassen ganz knapp den Start der Halbmarathonis. Anschließend laufen wir uns etwas ein und positionieren uns diesmal etwas weiter vorne: Uwe gibt aus, unter 53 min. wäre gut, unter 52 sehr gut:-) Da wollen wir nicht ganz hinten starten ... Zuerst geht es auf breiten, gut geteerten Wegen entlang und bevor wir auf die Waldwege abbiegen, haben wir unsere Position mit viel Platz gefunden. Anfangs bummeln wir etwas 5:20, was wir aber später aufholen wollen! Auf dem vorletzten km legt Uwe einen Endpurt mit 4:50 hin; doch der letzte km ist leicht kurvig, auch mit Wurzeln, recht uneben, bisweilen mit kleinen Rampen und eng: Wir überholen im Endspurt Läufer (477) - und es geht recht winklig Richtung Stadion - und werden aber auch überholt (723). So ist es mit der einsetzenden Erschöpfung recht herausfordernd: 5:08 Beim Zieleinlauf sieht man uns das auch an. Im Ziel stehen dann 52:15 auf der Uhr, also zwischen gut und sehr gut:-) Bei schönem Wetter gibt es noch Bier und Gespräche auch mit anderen Läufern. BTW: Markus 'pulerisiert' bei dieser Gelegenheit mein Spiridon-interne Jahresbestzeit auf den 10 km (alt: 37:55, neu: 37:41), was man ihm im Ziel auch ansieht. Dennoch: Chapeau! Nachtrag: Am Nachmittag nutze ich das sonnige Spätsommerwetter für eine Rennradausfahrt bis Kostheim. Hier erlebe ich eine Überraschung: Der Weinprobierstand ist geschlossen! Ich hätte fest mit dem Betrieb gerechnet. Egal, so fahre ich direkt nach Hochheim, kehre hier im Daubhäuschen ein mit schöner Aussicht in's Maintal den Weinberg hinunter, und da der Weilbächer erst 16 Uhr aufmacht, geht's für mich zum Weingut Preis, wo ich esse, Wein probiere und bestelle. Auf dem Heimweg durch die Weinhänge mache ich noch in Flörsheim Station: Hier präsentiert der Wickerer Winzer Kopp seine Weine ..., während unten die Oldtimer-Parade Aufstellung nimmt. So kommen noch 77 km im Tempo G1 dazu.

9.8.19: "Lauf für mehr Zeit" 5 km

Entweder wird Kerstin langsamer ..., oder ich schneller:-) Aber der Reihe nach ... Für heute ist ganztags leichter Regen angesagt; gottlob zeigt das Thermometer 18 Grad an. Doch als ich um 14:50 zum Opernplatz laufe, um Markus nachzumelden, ist's trocken und fast scheint die Sonne;-) Schnell meine Nummer in Empfang genommen, dann Markus nachgemeldet: Er läuft von Darmstadt-Arheilgen einen langen Lauf nach Frankfurt (25 km), die 5 km-Distanz beim "Lauf für mehr Zeit" und aus zum Südbahnhof! Ich werde noch für die Nummernausgabe der Musterschule eingespannt, laufe mich zwischendurch ein und übergebe Markus seine Startnummer um 15:50; sodann gehen wir zum Start und reihen uns in die erste Startreihe - vor dem Trassierband! - ein. *schluck*, kein weiterer Top-Läufer weit und breit? Doch nach und nach kommen sie: Kerstin und Anna und - klar! - die "Kenianer" und andere Aspiranten:-) Dann - bei fast ganz trockenem Wetter (es hätte schlimmer kommen können!), der Startschuß! Wir schießen die Hochstraße hinauf; ein paar Schüler aus der ersten Reihe halten tapfer mit. Der winklige Kurs ist mir bekannt, keine ganz schnelle Strecke. Langsam sortiert sich das Feld und nach 2 km stehen 7:08 auf der Uhr (pace = 3:34): Das ist das Trainingstempo für die 1.000 m-Intervalle. Aber die Kräfte lassen leicht nach: Bei km 4 stehen schon 7:21 (pace = 3:41) zu Buche. Aber noch laufen Kerstin und ich zusammen:-) Auf dem letzten km ratschen wir etwas, dann auf der Freßgass zieht sie davon ... und ich 'breche ein': 4:00! Gratulation im Ziel, wo sie 4 sek vor mir ankommt (zu 2017 habe ich die Lücke gefünftelt:-) Bei mir stehen 17:40 auf der Uhr für ... naja, so genau weiß das niemand. Vielleicht 4,8 km? Dann wäre das eine 18:24 auf 5 km mit einer pace von knapp 3:41 min/km! Ich bin zufrieden, zumal der Trainingplan eine 19:18 mit knapp 3:52 gefordet hat. Und jetzt habe ich diesen Geschmack von Blut ..., ja: Blut! Denn bei dieser Anstrengung platzen die Lungenbläschen und das schmeckt man:-| Aber es ist das Zeichen, daß ich alles gegeben habe und mehr wirklich nicht ging. Hat es sich gelohnt? Ja und nein: Nein, denn ich werde 18. gesamt (von 1.015), weit entfernt von den Topten; aber ja, denn in der AK M50 werde ich 1. (von 97)!

5 km in 18:24 (hochgerechnet)
MPosition im Feld1,8%20,7%mehr Zeit als der Erste im Feld
Position in der AK1,0%0,0%mehr Zeit als der Erste der AK

Nach dem Siegerbier mit Markus schaue ich bei der Musterschule vorbei und plaudere mit neuen und alten Schülern, bevor ich zum Start des 10 km-Laufs gehe und Kerstin & Anna - die die 10 km dranhängen! - und Alex & Till begrüße (links mit Schirm, hinter dem späteren Sieger). Beim Durchlaufen des Startbereichs nach der ersten Runde feuere ich sie an und begrüße sie anschließend im Ziel! Till wird 1. der AK M55 (gesamt 16.), Alex gesamt 6. (2. AK M30); Kerstin räumt auch hier den 1. Platz ab, Anna belegt den 5. Leider hat es sich etwas eingeregnet, so daß ich jetzt direkt nach Hause laufe. Hier die Liste der Gesamtplatzierung 5 km und die der 10 km. Fazit: ... vielleicht melde ich mich nächstes Jahr wirklich auch mal für beide Läufe an ..., bei besserem Wetter:-) Nachtrag: Montag ist Ruhetag und Dienstag lasse ich das Intervalltraining Intervalltraining sein:-) Bei Sonne und 20°C mache ich einen langen Lauf: 30,15 km mit pace 4:54 min/km und erstmals negative split (1:14:38 / 1:12:52)!

1.9.19: HM in Mühlheim-Dietesheim mit Uwe

Nach fast drei Monaten Sommerpause geht es für mich wieder zu einem Laufwettbewerb; Uwe begleite ich auf dem Halbmarathon. Leicht verspätet treffen wir uns bei der Anmeldung; das Warmlaufen können wir uns bei diesem Sommer sparen. Uwe will seine Zeit vom HM in Frankfurt verbesser (2:03 h). So reihen wir uns recht weit hinten ein. Trotz des relativen Gedränges auf den ersten 5 km auf Waldwegen kommen wir gut vorwärts. Anschließend finden wir unsere pace und laufen nicht 5:40 (was eine 2:00 h wäre), sondern pendeln um die 5:30! Da wir mittlerweilen Platz haben auf breiteren und z.T. geteerten Wegen läuft es ganz gut. Bei km 17 spürt Uwe allerdings, daß die Kräfte nicht ewig halten werden. So werden km 19 und 20, zumal es recht kurvig mit kleinen Anstiegen und der Untergrund holprig ist, anstrengend. Doch für eine Endspurt in's Ziel reicht es: 1:56:30 stehen im Ziel auf der Uhr! (Offizielle Zielzeit: 1:56:51) Für alle gibt es kühle Erfrischungsgetränke auf Hefebasis mit Grapefruit, was reichlich fließt:-) Mit Bananen, Kaffee & Kuchen stärken wir uns und sitzen beisammen: Christina wird 1. in ihrer AK, Michaela 3.; Jochen - in der Vorbereitung zum Berlin-Marathon in 3:00 h - läuft PB mit 1:24 und Valentin ebenfalls mit 1:33 - er strebt einen Frankfurt-Marathon in 3:30 an.

28.6.-9.7.19: Wanderung auf dem Stubaier Höhenweg

Alternativsport: Erstmal kein Laufen und kein Radfahren; der Stubaier Höhenweg führt uns bei traumhaftem Wetter 9 Tage durch die Tiroler Bergwelt inkl. 3 Auf- und Abstiegen in's Tal. Eine - leider - endliche Bildergeschichte! Vorab:

Anreise: Mit dem ICE nach München, mit dem RB/REX über die Zirler Bergstrecke nach Innsbruck und mit der Stubaitalbahn (STB) [11.7.19] weiter nach Fulpmes. Die STB braucht zwar länger als der Bus, doch die Fahrt mit dieser Straßenbahn ist einmalig! Wir kommen sehr zentral in der Pension Gletscherblick [11.7.19] unter am Anfang und Ende.

Aufstieg zum Höhenweg: Aus dem Ort über die Schlick-Talstation - es ergibt sich der erste Blick in's Stubaital -, die Jausenstaion Vergör und die noch geschlossene Galtalm nähern wir uns der Kaserstattalm für eine erste Rast. Wir entscheiden uns gegen die Fahrstraße und für das Sennjochstüberl und den schöneren Weg mit Anstiegen zum 'Naturschauplatz Gletscherblick' mit Panorama und Blick auf unser Quartier, die Starkenburger Hütte (2.237 m) [11.6.19]. Wir verbringen den restlichen Tag auf der Terrasse, nur später verwundern mich mit dem Auto anreisende, schwer bepackte Wanderer ... (Später mehr dazu ...) Es ergibt sich der Blick auf 'Naturschauplatz Gletscherblick' (ganz oben links der Rahmen), die Fahrstraße (im Schatten) und Berge mit Schatten von Bergen, während die Berge Schatten in's Tal werfen, die Schatten höher steigen und die Berggipfel in der Abendsonne leuchten. Vom Wirt erfahre ich noch vom heutigen 'Bergfeuer' (einem mittelalterlichen Brauch) [11.7.19]: Zum Einbruch der Dunkelheit entzünden sich ringsum in den Bergen Lichterketten aus Feuer, die sich in Formationen oder an den Wegen entlangziehen. 13,6 km

Respekt vor der ersten alpinen Etappe: Wir verlassen die Starkenburger Hütte mit einem Panoramablick und in die Lawinensicherungen. Anschließend eröffnen sich die Geröllfelder in der dolomitenartigen Landschaft, die mir aus der Ferne Unwohlsein bereiten, sich aber gut durchqueren lassen: Grandioser Blick zurück vom (vom Seejöchl: 2.518 m) ... auch in STEREO oder nicht. Wir machen den Abstecher über den Gamskogel (2.659 m), vorbei an einer Schafherde mit Hirten und kommen - wobei sich bisweilen Schneefelder in den Weg stellen- zur Seducker Hochalm, wo wir Pause machen und mit dem Wirt in's Gespräch kommen. Etwas weiter blicken wir zurück (Bildmitte: Die Geröllfelder) und nach vorn (jetzt schon mit der Franz Senn Hütte (2.147 m) [11.6.19] im Blick, unserem Quartier) in das imposante Tal! Am späten Nachmittag werden wir - nach Sonne auf der Terrasse - von einem Hagelschauer überrascht. 15,6 km

Erster - geplanter - Abstieg in's Tal: Auf gut gemachtem Wanderweg machen wir uns an den Aufstieg - vorbei an Alpenrosen und zuletzt über Geröllfelder - zum Schrimmennieder (2.714 m) (oben rechts); Geröllfelder haben ihren Schrecken bisweilen verloren. Nach dem Abstieg haben wir die Neue Regensburger Hütte im Blick: Die ist allerdings noch geschlossen, da der Umbau durch den strengen Winter nicht fertig geworden ist. So steigen wir auf einer (aufgelassenen?) Abkürzung ab, beeilen uns etwas, da dunkle Wolken aufziehen, die Falbesoner Ochsenalm dabei immer im Bick. Hier (Rückblick auf die Neue Regensburger Hütte) kehren wir ein (es gibt eine Riesenportion Kaiserschmarrn:-) während es draußen einen Schauer gibt. Für den Abstieg in's Tal wählen wir wegen Sperrung und Waldarbeiten die Fahrstraße, welchseln kurz vor dem Waldcafe aber wieder auf den 133. Wider besseren Wissens gehen wir (bei z.T. leichtem Nieselregen) auf der Landstraße (z.T. in Gallerien) nach Ranalt zu unserem Quartier Gasthof Falbesoner [11.6.19]. 15,4 km

Wilde Wasser Weg im Tal und Aufstieg II: Von Charlotte bekommen wir den Tipp, den neu angelgten Wilde Wasser Weg [11.6.19] im Stubaital zu nehmen, anstelle des Bustransfers zur Mutterbergalm. Der lohnt wirklich, das Wetter wird sonnig und zum Schluß beeindruckt der Grawa Wasserfall. Der Talwanderweg kontrastiert auch zu den alpinen oder hochalpinen Wanderungen von Hütte zu Hütte. Nach einem anspruchslosen Aufstieg erreichen wir zum Schluß über glattgeschliffene Felsen die Dresdner Hütte (2.308 m) - hier haben wir nach einem Schauer viel Sonne, die mit Auffahrt per Seilbahn, Kinderspielplatz, Duschen, Sauna, WLAN und Self-Service-Restaurant [11.6.19] aufwartet:-| ... eher Berghotel als Alpenhütte.

Schneefeld versperrt Abgang am Peiljoch: Morgens begrüßt uns die Sonne am Zimmerfenster, doch es ziehen anfangs auch Wolken durch. Im Aufstieg passieren wir einen Grat, dem Stairway to Heaven folgen zum Peiljoch mit Schneefeld und vielen Steinmandeln (2.672 m): Hier allerdings verschwinden die Wandermarkierungen unter einem ausladenden Schneefeld im Abstieg! Zuerst orientiere ich mich nach rechts zu einem Fels- und Geröllgrat; von dort scheint der Abstieg aber auf der anderen Seite einfacher. So wechseln wir die Seite - immer über ein Schneefeld! - nur um festzustelle, daß es ein Wandermarkierung tief unten auf der anderen Seite gibt! Wieder zurück klettern wir bei Umgehung des recht steilen Schneefelds über das Fels- und Geröllgrat, um dann in steilen Serpentinen auf rutschigem Schotter abzusteigen auf den Wanderweg. Im weiteren Abstieg haben wir eindrucksvollen Blick auf den Sulzenauferner (rechts), die Fernerstube (links) und die Gletscherzunge (unten) sowie den daran anschließenden Gletschersee, der sich deutlich ausgedehnt hat (Informationen) [11.6.19]. Über ein Schneefeld erreichen wir die Seitenmoräne des Gletschers, über die wir absteigen, immer mit grandiosem Blick auf Gletscher und See, zum Schuß mit mehr sonnigen Abschnitten und auf dem oberen Weg nochmals mit Seilsicherung. Quartier finden wir auf der Sulzenauhütte (2.191 m) im Winterlager, erstmals mit der 21-köpfigen tschechischen Wandergruppe:-| 4,9 km

Auf zur schönsten Hütte der Runde: Leichter Dunst liegt früh morgens im Tal, während sich die ersten Sonnenstrahlen in's Tal vortasten. Wir wandern von der Sulzenauhütte mit Blick auf den Gletscher ab, steigen mit Rückblick auf Sulzenauhütte (unten rechts) und Gletscher an der Mairspitz vorbei über das Schafgrübl (2.734 m); hier schon machten uns entgegenkommende Wanderer auf massive Schneefelder auf den kommenden Etappen (Nürnberger - Bremer, Bremer - Innsbrucker) aufmerksam. Auf der anderen Seite eröffnet sich der Blick in's Stubaital und nach einigen steilen Serpentinen ergibt sich der Blick auf die Nürnberger Hütte sowie in die dahinterliegnden Berge mit Grüblferner (Gletscher heißen in Tirol Ferner) ... aber eben auch auf die Passagen (3 von 4) in den Schneefeldern:-| Nur leichte Schneefelder müssen wir queren, bevor wir in der Nürnberger Hütte (2.280 m) [11.6.19] zusammen mit den Niederländern zu Abend essen können, während sich draußen der Abendhimmel breit macht. 5,1 km

Abstieg, längste Etappe und Aufstieg III: Früh finde ich mich zum Frühstück ein, während das erste Sonnenlicht durch die alten, gewellten Glasscheiben bricht. Die Nürnberger Hütte verlassen wir mit einem Rückblick ungewollt in's Tal: Mir sind die Passagen in den Schneefelder in der nächsten und übernächsten Etappe zu heikel - "..., jedoch ist besonders zu Saisonbeginn mit steilen Altschneefeldern zu rechnen. Leichtsteigeisen und ein Eispickel können auf diesen Altschneefeldern sehr hilfreich sein." [10.7.19], so planen wir um: Wir steigen ab in's Tal, an der Bsuchalm vorbei, kehren in der Doadleralm ein, wandern entlang der Ruetz, an der Skialm in Krößbach vorbei, kehren zur Mittagspause auf der Restaurantterrasse im Vitalhotel Edelweiss ein und machen uns an Neustift vorbei auf zur Elferhütte (2.080 m) [11.6.19] über Fahrstraße mit Einkehr beim Weber Lois und abschließendem Wanderweg: Von hier wieder toller Panoramablick in's Stubaital (links der Berghang unseres ersten Aufstiegs von Fulpmes über die Gasthof Vergör Alm Jausenstation zur Galtalm). Nach Sonnenuntergang genießen wir die nächtliche Ruhe auf dem Plateau der Hütte. 26,3 km

Letzte Etappe auf dem Stubaier Höhenweg: Wir verlassen die Elferhütte und straten auf dem Panoramaweg mit klasse Blick auf den Ab- und Aufstieg zur Innsbrucker Hütte (STEREO). Nach Einkehr auf der Karalm und unspektakulärem Aufstieg erreichen wir über das Pinnisjoch (2.372 m) die sonnenbeschienene Terrasse der Innsbrucker Hütte (2.369 m) vor eindrucksvoller Kulisse. Die umliegenden Berge sind klasse, besonders im anbrechenden Abendlicht. 8,7 km

Abwandern zum Startort Fulpmes: Wie vorhergesagt wird das Wetter wechselhafter und unbeständiger; wir verlassen die Innsbrucker Hütte [12.6.19] bei leichtem Nieselregen Richtung Tal, passieren die Karalm und Pinnisalm schon bei Trockenheit und kehren - Rückblick zum Habicht - bei den ersten Sonnenstrahlen in der Issenangeralm zum zweiten Kaffee ein. An den Ortschaften im Tal vorbei erreichen wir unseren Startort Fulpmes nach 117 km und kehren - schnurstracks - im Gasthof Dorfkrug [12.6.19] ein (wie schon am Tag der Anreise) mit Blick auf Bergrestaurant Agrar und Elferhütte. Abends gehen wir noch mal chic essen (wie schon am Tag der Anreise:-) im Restaurant des Alpenhotels Tiroler Hof [12.6.19]. 16,3 km

Ruhetag in Innsbruck und Abreise: Unseren Reserve-/Regentag verbringen wir als Ruhetag in Innsbruck mit einer Besichtigung der Altstadt und einem ausgiebigen Saunabesuch (leider ist das Dampfbad Salurner Straße [12.6.19] - im ausgehenden Jugendstil 1926/27 errichtet - wegen Sommersperre geschlossen) und verbringen den Abend im Anich [12.6.19], dem ehem. Gasthaus Steden. Die Rückreise erfolgt am nächsten Tag schnell mit EC/ICE durch das Inntal.

Was ich bei einer Hüttentour nicht erwartet hätte, sind drei Dinge: Wie eine 21-köpfige Wandergruppe lautstark fast alle Tische auf der Terrasse locker belegt, sich ungeniert ausbreitet, reichlich trinkt und nachts bis nach Hüttenruhe Singspiele veranstaltet; wie drei junge Frauen sich leichtest bekleidet mit Hotpants und Flip-Flops beim Frühstück über Kälte in der Stube beschweren können; und wie man auf der Aussichtsterrasse pausenlos in sein Handy vertieft sein kann, während der andere sich um das Laden der GPS-Uhr kümmert.

Fazit: Super Glück mit dem Wetter gehabt und die Vorsaison läßt viel Raum auf den Hütten: Die Lager sind kaum halb gefüllt, oft liegen wir allein. Die urigsten Hütten sind: Nürnberger, Innsbrucker, Starkenburger und Sulzenau (in dieser Reihenfolge); Franz Senn und vor allem die Dresdner sind eher Hotels in Höhenlage. Fauna und Flora sind umwerfend, wenn man aus der Stadt wie Frankfurt kommt! Die Mitwanderer sind i.d.R. sehr nett, man kommt immer mit wem in's Gespräch: Auf der Terrasse, der Wanderung oder beim Essen (besonders nett waren die Niederländer sowie der Engländer und der Schotte). Die An- und Abreise mit den Öffentlichen ist völlig unproblematisch und eher sehr entspannend.

20.-23.6.19: Das Trainingslager der Triathlonabteilung des Spiridon Frankfurt im Allgäu

Beendet: Es geht erstmalig in's Trainingslager der Triathlonabteilung meines Laufvereins Spiridon.

Anreise und erster Tag (Donnerstag)

Schon Ende 2018 melde ich mich zum Trainingslager an; der Fokus liegt auf dem Radtraining. Einerseits um etwas 'Schwung' in's Training zu bekommen, andererseits um den Verein etwas näher kennenzulernen. Aber dies viertägige Trainingslager im Allgäu ist nicht zu vergleichen mit dem Trainingslager der Concordia im Cilento! Das Wetter ist gerade dies Wochenende extrem unbeständig voausgesagt:-( Aber das wird sich noch ändern ... Donnerstag reise ich nach akademischer Feier und Abiball nach ein paar Stunden Schlaf mit der Bahn an, für die 2 km von Pfronten-Weißbach nach -Rehbichl habe ich ja das Rad dabei:-) Nach dem Einchecken setze ich mich gleich auf's Rad: Ich möchte das trockene Wetter nutzen. Auf einer Runde um den Block fahre ich 63 km mit 849 Hm und Ø 28,6 km/h (z.T. auch auf Radwegen durch den Wald mit über 20 % Steigung, an der ein Rentnerpaar mit vollst geladenen E-Bikes zum Stehen kommt und ich aus den Pedalen gehe und hochlaufe); der Einkehr auf der Sorg Alpe widerstehe ich, obwohl die Sonne scheint und in Zöblen beschränke ich mich auf's Postkartenkaufen. Ab Grän fahre ich mit einem anderen Rennradler zusammen: Er will auch nach Pfronten, dann aber weiter; ich will nur trocken nach Hause! Und ab jetzt gibt es kleine, unbedeutende Schauer; wir geben Gas. Wegen mangelnder Ortskenntnis verfahre ich mich insgesamt dreimal; das letzte Mal wird es mir zum Verhängnis und ich gerate die letzten km in den Regen. Abends scheint aber schon wieder die Sonne; es wird im Garten gegrillt! Und - wie jeden Abend - wartet die Sauna!

Zweiter Tag (Freitag)

Zum Frühstück begrüßt mich Till. Schnell machen wir uns auf eine Runde durch's allgäuer Voralpenland: Pfronten-Rehbichl - Nesselwang - Wertach - (Wir im Anstieg: Thomas, Till, Carsten, ?, Rüdiger, Frank) - Immenstadt - Moosbach - Oy - Nesselwang - Pfronten-Rehbichl: 90 km mit 1.539 Hm und Ø 23,4 km/h. Auf die Einkehr in Oy verzichten wir wegen dem am Nachmittag angesagten Regen/Gewitter. Da das aber noch auf sich warten läßt, hängen wir 4 km Koppellaufen an. Abends kann ich dann der Versuchung nicht verstehen, den Single Grain Whisky der Allgäu-Brennerei [26.6.19] zu probieren:-)

Dritter Tag (Samstag)

Heute ist wieder angesagt: Vormittags schön, nachmittags Regen/Gewitter. So entscheiden wir uns für die kleine Seenrunde (und da ich gestern eher vorne mitgefahren bin, will ich mich heute eher hinten tummeln:-) So finden wir uns zu fünft in einer Gruppe zusammen: Michaela, Frank, Marisa, Manuel und ich. Die Wolkenhängen dramatisch in den Bergen; das Wetter bessert sich aber. Da der Staudamm des Forggensees gesperrt ist, gibt es eine 'Umfahrung', die uns dann mit leeren Straßen belohnt. Wir kehren am Forggensee bei Kaffee und Kuchen ein (obwohl wir den Bustouristen die Plätze auf der Terrasse wegnehmen?!) und hätten dies vielleicht lieber am Alatsee tun sollen in der Sonne ..., obwohl dort viel Volk vom Parkplatz unterwegs war. Am Ende haben wir noch zwei 'Zwacker' mit 15 % drin ..., naja:-) Pfronten-Rehbichl - Hopfensee - Forggensee - (häufig fahren wir auf Radwegen oder landwirtschaftlichen Straßen; nur wenn Schotter droht, nehmen wir die Straße) - Waltenhofen: Gasthof Am See - Füssen - Alatsee - Weißensee - Pfronten-Rehbichl; koppeln tun wir nach 60 km mit 20,4 km/h und 770 Hm bei 17-27°C dann noch 8 km.

Vierter Tag und Abreise (Sonntag/Montag)

Heute reisen fast alle ab; nach dem Frühstück sitze ich den Regen am Vormittag aus und starte um 12:15, genau dann, als Michael seine Runde beendet. Mittlerweilen scheint die Sonne:-) Freuen tue ich mich auf die Alpe Sorg 1, wo ich einkehre, und auf Kaffee & Kuchen im Hotel-Gasthof Alpenrose in Zöblen (A) [26.6.19]. Nach der Runde von 57 km mit Ø 24,9 km/h und 718 Hm kann ich mich noch in die Sauna legen, bevor ich mit einem Blick auf unsere Laufstrecke mit der Bahn abreise, eine Stunde früher als geplant. Leider gibt es nach Kempten einen 'Böschungsbrand' vor Memmingen, so daß wir uns Stunden Verspätung einfahren:-| Und ich viel zu lange in Bad Grönenbach warten muß: In Ulm angekommen, will ich mir die nächtliche Rückreise nicht zumuten, übernachte und fahre Montag morgen weiter ...

Fazit

Durch den Rahmenzeitplan war es für mich etwas eng mit der Anreise und das Wetter war eher sehr wechselhaft; doch das Allgäu hält für alle Gelegenheiten eine Runde bereit, ob 'flach' an den Seen, lang oder kurz oder mit Höhenmetern und Pässen eine lange oder sehr lange Runde. Ganz besonders schön ist die Atmosphäre im Haus Zauberberg: Das Personal ist nett, erfüllt auch Wünsche außer der Reihe; es gibt beliebige Räumlichkeiten, für kleine und große Gruppen; das Essen ist reichhaltig und lecker, auch für Vegetarier; die Preise sind sehr zivil und Garten und Sauna laden zum Entspannen ein! Und ganz besonders ist die Gruppendynamik der Spiridonis: In wechselnden Gruppen findet man sich zu kurzen oder längeren Ausfahrten unterschiedlicher Schwierigkeiten zusammen oder verabredet sich zu einem Lauf. Und abends findet sich immer noch ein Grüppchen für ein Schlußgetränk ...;-)

13.-15.6.19: Vorbereitung zum Triathlon Traininslager im Allgäu

Nach dem Brüder-Grimm-Lauf muß ich umschalten von Laufen auf Radfahren. Da ich das regelrechte Radtraining 2009 nach dem Wechsel aus Bayern nach Frankfurt aufgegeben habe, fahre ich aber nur noch auf Verschleiß:-| So will ich mein langes Wochenende Do.-So. für eine Radausfahrt nutzen; das Ziel ist Bierfranken! Die 189 km am Main, der Bahnlinie folgend durch den Spessart, wieder am Main und durch den Gramschatzer Wald in Richtung Steigerwald nach Gerolzhofen fahre ich am ersten Tag. Die Brauerei Seelmann Bräu in Zettmannsdorf (Schönbrunn) braut nur noch wenig im Nebenerwerb, ich muß sie am zweiten Tag leider links liegen lassen:-| Doch ich erinnere mich und kehre alsbald in Herrnsdorf ein (obwohl die Wirtschaft noch gar nicht offen hat; so ist Bierfranken einfach:-) Zum Mittag kehre ich in Buttenheim ein und stärke mich bei Hirschbraten für die anstehenden Bergetappen: Denn jetzt geht es - in der Mittagshitze! - hinauf nach Hetzelsdorf! Hier sehe ich schon in der Auslage die T-Shirts, frage bei Karl-Heinz ergebnislos nach Postkarten (er verweist auf seine Bierdeckel, die sich formidabel zum Verschicken eigenen:-) und Zimmer ..., aber erwartungsfroh nach dem Bier! Dann rolle ich etwas rauf und runter nach Gößweinstein ... und frage mich, wieso? Gut, es gibt hier die touristische sehr schöne Wallfahrtsbasilika ...; und auch viel Volk! Zum Essen gehe ich aber die 18 %-Rampe runter nach Beringersmühle, wo ich auch hätte übernachten können:-| Und anschließend wieder rauf. Heute stehen noch 106 km auf der Uhr. Da am Sonntag das Wetter umschlagen soll, fahre ich am dritten Tag schon auf Bamberg: Über Nankendorf, Breitenlesau (wo es im Biergarten schon mal fast zum Eklat gekommen wäre auf einer Brauereiwanderung; das Bier kriegt man übrigens in Frankfurt im Fichtekränzi) und Hochstahl erreiche ich Heiligenstadt: Hier hat der alte Aichinger gebraut, ein Kautz vor dem Herrn! Zwei Anekdoten sind mir immer noch wie gestern im Gedächtnis:

Zu dritt sitzen wir in der Gaststube, zwei vor einem leeren Glas, der Dritte vor einem nahezu leeren. Kommt die Oma (im typischen Kittel) vorbei, einer sagt: Zwei Bier bitte. Sie nimmt die beiden Gläser. Sagt der Dritte: Für mich auch eins. Sagt die Oma: Erst austrinken! Und geht ...

Bei einem Besuch will ich ein paar Flaschen Bier mitnehmen. Der alte Aichinger verschwindet nach hinten und kommt mit frisch abgefüllten und verkronkorkten Bierflaschen zurück. Nach dem Bezahlen und dem Wenden zum Gehen macht er eine Geste zu warten ..., und gibt mir noch ein paar Etiketten für die Bierflaschen mit.

Oder diese hier:

Mit meinem damaligen Kollegen Wieland fahre ich über Bierfranken von München nach Frankfurt zurück; übernachten tuen wir beim alten Aichinger im Gasthof. Abends sitzen Wieland und ich noch alleine in der Gaststube, als der alte Aichinger sagt: Also ich gehe jetzt auf den Ball. Wenn ihr noch was trinken wollt, nehmt es euch und macht Striche auf den Deckel. Und wenn ihr geht, macht das Licht aus.

Ja, so läuft das ab in Oberfranken, alles sehr unkompliziert und vor allem ungewohnt. (Der alte Aichinger ist vor einiger Zeit verstorben, der Junior hat übernommen; der Oma geht es heute mal besser, mal nicht so gut.) Für mich steht die letzte Etappe an: An der Brauerei Griess in Geisfeld (Strullendorf) fahre ich nur vorbei und kehre - nein, nicht im Mahrs Bräu! - in Bamberg ein. Jetzt schaffe ich gerade noch 64 km:-| Der RE bringt mich dann durchgehend nach Frankfurt zurück ...; und Sonntag regent es nicht nur in Franken, sondern anfangs auch in Frankfurt. Mein persönliches Ranking ist: 1. Penning Zeißler, 2. Aichinger (3 Kronen), 3. Schroll, 4. Barnikel.

7.-9.6.19: Grüder-Grimm-Lauf über 82 km in 5 Etappen in 48 Stunden (an 2 1/2 Tagen)

Beendet: Brüder-Grimm-Lauf, geschafft! Landschaftlich außerordentlich schön, tolle Laufgemeinschaft & am Ende kann ich einen Topten-AK-Platz in's Ziel retten:-)

Alle Etappen im Höhenprofil (proportional skaliert) hier im Überblick.

1. Etappe (7.6.): Hanau - Hanau-Rodenbach (ca. 15,2 km)

Nach 10 Jahren nehme ich wieder am Brüder-Grimm-Lauf (BGL) teil - wobei mir jetzt einfällt, daß ich damals noch in der Brüder-Grimm-Str. in Frankfurt gewohnt habe;-) damals noch vor meinem ersten Triathlon, aber schon in Vorbereitung auf die Langdistanz in Frankfurt und noch für meinen Verein RC Concordia 86 München. Mit dabei war damals auch Torsten, der mich dann in Frankfurt und bei meinen beiden schnellen Marathons begleitet hat. Mitnehmen tue ich von damals noch, nicht zu schnell loszulaufen: Es ist nicht ein Lauf, sondern sind deren fünf! So will ich - nach dem Trainingslauf mit Markus gestern am Main (12 km mit 4:40) - behutsam einsteigen und nehme mir eine 4:30 vor. So reise ich mit ganz leichtem Gepäck an (der Regenschirm ist vorsichtshalber mit dabei:-) und hole die Startunterlagen ab. Die Stunde bis zum Start vertrödel ich wie viele auf dem Marktplatz [10.6.19], wo ich kurz vor dem Start dann noch Lothar und Jörn begrüße. Der Vanman Jochen [10.6.19] moderiert den Start an, dann [10.6.19]: Der Startschuß! (Ganz rechts Lothar, dahinter David; ich halte mich bewußt zurück.) [10.6.19] Etwas lasse ich mich verleiten, laufe zu schnell an, lasse mich dann aber zurückfallen und finde mein Tempo (zuerst 4:00 bis 4:15). Nach ersten Sonnenkilometern verschwinden wir im Wald, sehr angenehm! Bei km 6 stehen 4:22 auf der Uhr ..., und ich fühle mich wie einem nicht zu schnellen Trainingslauf, würde gerne schneller werden, bremse mich aber, suche Mitläufer mit GPS-Uhr und frage nach der pace. Es folgen 3 schnellere km mit 4:18 und mein bester km mit 4:09! Nachdem ich mich von den Mitläufern gelöst habe, finden sich drei Frauen um mich herum: Anke, Cathrin (die wir aufgelaufen haben) und eine weitere. Hier schwankt mein Tempo zwischen "Energie sparen" und "Endspurt einleiten": 4:39, 4:38, 4:26, 4:39, 4:22 ... bis mir der Weg und die Aussicht bekannt vorkommen! Es ist der Weg zum Stadion in Hanau-Rodenbach, wir sind also fast am Ziel: 3:59! Im Ziel stehen 1:07:33 auf der Uhr, was knapp unter meinen 70 min. liegt und einer pace von 4:21,5 entspricht. (Nach dem Zieleinlauf - im Hintergrund Anke - richte ich meinen Blick gen Himmel: Gewitterwolken haben sich am Himmel schon zusammengezogen! Aber auch Lothar kommt noch 'trocken' in's Ziel.) Also direkt unter die Dusche, dann - es hat jetzt schon angefangen z.T. heftig zu regnen - in die Verpflegung und die 2.000 m zum Bahnhof: Anschließend bin ich z.T. klitschnaß! Beim Umstieg in Frankfurt Süd treffe ich noch Jörn, dem ich mein Leid klage, kein Zimmer mehr in Gelnhausen bekommen zu haben. Er erzählt mir von seiner Unterkunft, wo ich prompt auch noch unterkomme;-) So steht morgen einer entspannt Läuferparty nichts mehr im Wege! BTW: Das Wetter soll sich prächtig entwickeln für Samstag (morgen) und Sonntag (übermorgen).

2. Etappe (8.6.): Hanau-Rodenbach - Neuenhaßlau (ca. 13,5 km)

Mit etwas mehr Gepäck (für die Übernachtung) in meinem Turnbeutel mache ich mich von Frankfurt über den Main auf den Weg nach Hanau-Rodenbach in Richtung 'Festgelände'. Um das schon vorwegzunehmen: Am Bahnhof auf der Rückfahrt fragten mich andere Läufer, wo denn mein Gepäck sei; sie selbst hatten riesige Taschen und ebensolche Rücksäcke dabei! Aber ich reise halt lieber mit leichtem Gepäck ... Zuerst werfe ich einen Blick in die Ergebnisliste der ersten Etappe auf Jochens Stehtisch: 54. gesamt auf Seite 2 und 7. in der AK M50. Nach dem Start heute stehen die ersten kleinen Steigungen auf dem Programm: Zum Kirchberg mit Ø 6 % auf 500 m und später zum Käfernberg mit Ø 10 % auf 600 m. Vorher finden sich - wie auch gestern schon - ähnliche Laufgruppen zusammen: Zwischen Nieder- und Oberrodenbach (km 4) läuft zuerst Katharina und Frank 9 sek. vor mir, während in Oberrodenbach (km 5 vor dem Anstieg zum Kirchberg) Frank und ich 10 sek. vor Katharina sind. Ich halte mich aber auch heute zurück und laufe ein gutes Trainingstempo: Im Ziel stehen 59:05 auf der Uhr (im Hintergrund schon Frank, der im Ziel leicht vor Katharina liegt.) Pace = 4:23 min./km; dies reicht auf der Etappe für die erste Seite Platz 42 und den 4. Platz AK M50:-) In der Gesamtwertung rutsche ich 6 Plätze nach vorn ..., immer noch auf der zweiten Seite. Geduscht und Beutel mit der Tasse geholt, Iso und Banane genommen und im Zielbereich vorbeigeschaut: Ein Eintrachtler kommt gerade in's Ziel, während Eva und Lothar sich schon verpflegen (mitte rechts). Dann ab in die Halle und mit der FAZ ein gemütliches Plätzchen gesucht ... zwischendurch Kaffee & Kuchen, klar ...

3. Etappe (8.6.): Neuenhaßlau - Gelnhausen (ca. 16,2 km)

... und dem zweiten Start des Tages entgegen (Hier das Team Spiridon Frankfurt 1 David, Hans Dietmar, Lothar, welches am Ende Platz 7 in der Mannschaftswertung belegt von 34): Konzentriert starte ich aus der zweiten Reihe (rechts). Heute wieder eine etwas kürzere Etappe mit nur einer Steigung, die sich über 2 km erstreckt mit Ø 4,5 %. Besonders gut erinnere ich mich an die Passage auf Wanderwegen durch den Wald um den Niedermittlauer Heiligenkopf und Rauenberg und die anschließende Sicht über's freie Feld in's Kinzigtal auf Gelnhausen! Hier flogen Sportpiloten Loopings, Pirouetten und andere Manöver. An den Einlauf in's Stadion erinnere ich mich noch sehr gut, da es 2009 das Ende meiner letzten Etappe gewesen ist: Bis hierher habe ich es also schon mal geschafft! Gleich duschen und ab auf die Massage-Bank. Am Zielbereich vorbei, wo Jochen den Zieleinlauf moderiert, treffe ich mich mit Jörn in der Verpflegung und wir gehen - äh, schleichen eher - gemeinsam zu unserer Unterkunft, an der Stadthalle vorbei zum Hotel Babalou im Tagungszentrum Burckhardthaus, in einem ruhigen Parkgrundstück gelegen. Auf dem Weg zur Abendveranstaltung - aka Läuferparty - habe ich einen schönen Blick auf Gelnhausen und in's Kinzigtal. Hier hängen die Ergbnislisten aus, die mich - Hurra! - auf der ersten Seite der Gesamtwertung zeigen: Gesamt 46. und Platz 5 in der AK M50. Am Tisch sitze ich dann mit Christian und Armin und einem Läufer der AK M75, während Sabine von der Organisation den Abend eröffnet. Dann stürmen alle das Buffet, während ich die Energiespeicher schon auffülle. Bei der anschließenden Tombola, die Jochen moderiert, wird der Vanman mit stehenden Ovationen verabschiedet, da er sich dieses Jahr beim Frankfurt Marathon mit seiner letzten Veranstaltung zurückziehen wird. Wir werden ihn vermissen ...

4. Etappe (9.6.): Gelnhausen - Wächtersbach (ca. 17,2 km)

Ich wache wieder zu früh auf, gehe Zahlen und Frühstücken. Hier treffe ich dann Jörn (und eine Spiridoni in Begleitung): Er eröffnet uns, daß er wegen Schmerzen im Muskel - gerade auf den Bergetappen - nicht weiterlaufen will und kann. Ich werde ich aber noch ein paar mal sehen ... Den Untermarkt finde ich schnell, immer mehr Läufer kommen mir entgegen; so sehe ich auch Armin vom Vorabend wieder. Die zwei folgenden Etappen kenne ich nicht, um so mehr Respekt habe ich! Heute die erste Etappe geht es bergauf, etwas hügelig, dann nochmals bergauf und bergab [10.6.19] nach Wächtersbach. Jetzt bei Sonne: Der Startschuß! Jörn erwischt mich kurz nach dem Start. Aus Gelnhausen heraus steigt es schon - recht moderat - an: Auf knapp 6 km mit Ø 3 %. Doch in unserer - eingespielten - Gruppe (Hanspeter, Bettina, Katharina und ich) finden wir unseren Tritt, die pace liegt um 5:00 min/km 5:00, 4:50, 5:01, 5:01, 4:55, 4:49 Ab und zu gesellen sich andere Läufer zu uns; bei Gefälle lasse ich es rollen und schüttele die Arme aus 4:19, 3:52 Jetzt der Zwischenanstieg 5:32, etwas hügelig und der letzte Anstieg wird mir angesagt: Es geht steil hinauf zu den Vier Fichten 5:41, 5:41, 5:41. Hier schreien und applaudieren uns Zuschauer nach oben (1,3 km mit gut 6 %): Gänsehaut-Feeling pur! Zuerst moderat, dann für mich viel zu steil (gefolgt von Bettina und Hanspeter aus unserer Gruppe) geht es - gottlob oft auf Asphalt! - hinab nach Wächtersbach (3 km mit Ø 6,7 %) 4:35, 3:50, 3:50, ... wo wir dank des Tempos schneller als erwartet - im etwas unprätentiösen Zielbereich und Zieleinlauf - ankommen:-) Ich dusche sofort (und habe noch leere Duschen), nehme meinen Beutel mit Tasse und geselle mich (links mitte mit Spiridon-Jacke) zu den ankommenden Läufern in den Verpflegungsbereich. Nach einer kurzen Pause fährt schon der erste Bus für den Transfer nach ...

5. Etappe (9.6.): Bad Orb - Steinau/Straße (ca. 18 km)

... Bad Orb. Hier lasse ich mich zuerst massieren und versuche dann im Ort, Postkarten zu kaufen. Aber auch mit Unterstützung aus dem Ort ist das am Sonntag ergebnislos:-( So stärke ich mich mit Kaffee & Kuchen (alles selbstgebacken, lecker:-) und döse vor mich hin; anschließend kommt Jörn vorbei und wir unterhalten uns wieder mit anderen Läufern. Anmerkung: Im Nachhinein muß ich sagen, daß ich mich wohl hätte besser hydrieren können für die nächste und letzte Etappe. Denn die verläuft zum Ende lange in der Sonne und da ich Müllbecher ablehne, meide ich die Getränkestationen auf der Strecke. So könnte sich mein Einbruch auch erklären ... Endlich geht's (hier hinter David ohne Kappe) zum Start (hier hinterm Arm des Photographen): Hier tränke ich meine Kappe zur Kühlung; im Wind merke ich aber zu spät, daß es mir zu kalt wird und es macht sich ein leichtes Gefühl des Unwohlseins breit (der erste Einbruch schon vor dem Start; na, das kann heiter werden ...). Vielleicht auch wegen der Nervosität der letzten Etappe und dem großen Respekt vor Anstieg und Ablauf (und der anfangs schon erwähnten ungenügenden Hydrierung) ... Durch Bad Orb, dann wirklich steil den Berg hinauf ohne Unterlaß (1,3 km mit Ø 8,8 %): Immer wieder beginnen Läufer neben mir unvermittelt zu gehen. Ich will langsam aber stetig durchlaufen 5:19, 5:19, 5:19 Endlich oben angekommen geht es aber sofort wieder recht steil bergab durch den Wald, unasphaltiert: 2 km mit Ø 10 %! 3:51, 3:51, 3:51 Jetzt über die Autobahn und unter der Bahnstrecke her befinden wir uns im Kizigtal, dem wir bis Steinau/Straße folgen 5:00, 4:42, 4:55, 5:00 Hier, nach Salmünster, beginnt mir rund 5 km vor dem Ziel die Kraft auszugehen 5:02, 5:18, 5:18, - ich erreiche den Stausee, wo etwas später auch Katharina kämpft - 4:37, 5:11, 5:17, 5:04, ... und der Zielsprint (Jörn hat mich super abgepaßt!) zum Marktplatz hoch:-) Geschafft! Sofort mache ich mich zur Beutelablage durch Schloß auf mit Eva in der Brüder-Grimm-Schule: Hier gleich duschen und sich massieren lassen; eine Wohltat im Anbetracht, daß das Rennen jetzt zu Ende ist! Danach gehe ich mir Laufshirt und Geripptes abholen, trinke Iso und esse eine Bratwurst. Der Rathausplatz Am Kumpen ist voll, das Wetter bewölkt ohne Sonne und mein Zug fährt in 25 min.: So verlasse ich den Ort des Geschehens und mache mich auf die Rückfahrt nach Frankfurt ... NB: In Frankfurt habe ich - kurioserweise - nach meiner Rückkehr aus Passau in der Brüder-Grimm-Straße gewohnt:-)

82 km in 6:03:13
M/WPosition im Feld13,6%24,1%mehr Zeit als der Erste im Feld
MPosition in der AK12,3%7,6%mehr Zeit als der Erste der AK

Hier alle Ergebnislisten der Etappen, Staffeln und Gesamtstände nach den Etappen. [11.6.19] In der Staffelwertung Männer werde ich mit David und Lothar 7. von 34 ..., und wir landen auf der ersten Seite der Ergebnisliste:-) [11.6.19] Alle Informationen zum Brüder-Grimm-Lauf hier [11.6.19].

Fazit: Ein sehr abwechslungsreicher Lauf, der mit seinen 82 km an 3 Tagen (in 48 h) auf 5 Etappen schon sehr fordernd ist. Das besondere dabei ist aber die Laufgemeinschaft: Schon auf der ersten Etappe finden sich die Läufer, die sich auch die folgenden Etappen immer wieder im Feld sehen werden; außerdem kommt man mit ganz anderen Läufern vor dem Start, den nachmittäglichen Pausen und an den Abenden in's Gespräch. Durch dichte Wälder auf Wanderwegen geht es dahin genauso wie duch Feld und Flur, wo die Vögel zwitschern und Gerüche der Natur in der Luft liegen; und neben der schieren Länge des gesamten Laufs - gottlob komme ich ohne Blase in's Ziel - belasten extreme Steigungen und Gefälle mit bis zu Ø 10 % auf 2 km: Ich bin froh, diesen Lauf jetzt endlich in meine Palmares eingeschrieben zu haben in voller Länge!

30.5.19: Kreisstadtlauf mit Uwe (Hofheim - Höchst 10 km)

Beendet: Bei gutem Laufwetter haben wir den Kreisstadtlauf Hofheim - Höchst 10 km in erfreulicher Zeit absolviert.

Da Uwe seine Leiden überstanden hat, greift er dieses Jahr wieder in's Geschehen ein: Wir sind ein gutes Gespann beim Kreisstadtlauf (unser 5. Start nach 17, 16, 15 und 12), denn Streckenkenntnis ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können! ... wenn sich die Strecke nicht geändert hätte:-) Später mehr ... Wir treffen uns beim Start in Hofheim, wo ich auch noch Lars und Michi treffe: Ich bin überrascht, denn Lars läuft auch mit (und um es vorwegzunehmen: Er schlägt uns um 1 min!). Nach dem Start kommen wir nicht richtig in den Tritt, es gibt ein paar Stolperer:-| 5:45 Oben angekommen läuft es dann aber 5:14 und in unserem Umfeld haben wir viel Platz 5:05 Wobei wir uns ganz langsam am Läuferfeld vorbeischieben 4:55 Ich merke wohl, daß es bei Uwe läuft 5:18 Nach der Verletzung hat er wohl große Lust zu laufen 5:14 Zwischendurch gibt es eine Passage, wo wir anstelle auf der Straße auf dem sehr engen Geh- oder Radweg laufen müssen, auf dem die Wurzeln der Bäume die Pflastersteine hochgedrückt haben und KFZ zwischen den Bäumen parken! 5:20 Jetzt riecht Uwe Lunte: Seine anfangs ausgegebenen 53 min. könnten fallen 5:08 So geben wir im Höchster Industriepark am Behrens-Bau vorbei Gas 5:01 Und lassen auch am Mainufer auf dem letzten km nicht nach: Inkl. den Bodenwellen und dem gröbstem Kopfsteinpflaster auf der steilen Schlußpassage hinauf zum Schloßplatz 5:09 Hier werden wir groß angekündigt vom Zielsprecher und sind beide überglücklich, daß dieser Lauf so klasse geklappt hat! Es stehen 52:06 auf der Uhr, besser als erwartet! Wir laufen zu Uwe aus, wo wir traditionell grillen; sehr gemütlich und entspannt ist das im Garten!

5.5.19: 20. Mainz Marathon

Beendet: Da werde ich gefragt, ob ich den langen oder kurzen Marathon gelaufen bin. Lang oder kurz? Marathon ist Marathon! Aber meiner war definitiv zu lang:-) Und: Wenn man nicht trainiert, sollte man keinen Marathon laufen ... aber solange es noch für die Topten in der AK reicht, ist's recht.

Mein erster Frühjahrsmarathon; den wollte ich als lockeren Marathon laufen. Doch einen Marathon kann man nicht locker laufen, das habe ich heute gelernt. Zumal ich das Marathontraining vorzeitig beendet habe: Die langen Läufe 30, 32, 34 & 36 km habe ich ausfallen lassen. Dann habe ich auch keinen 10 km-Lauf in der Vorbereitung gefunden. Und die letzten 3 Wochen vor dem Marathon bin ich kein einziges Mal gelaufen. Naja, und die Form im Frühjahr ist nicht zu vergleichen mit der im Herbst. So habe ich eine Zeit von 3:15 ausgegeben, die ich - um es gleich vorwegzunehmen - um 1,3 % verfehlt habe.

Bei der Anreise lerne ich Alexander kennen (wir machen gegenseitig Photos auf der Rheinpromenade), der in der Sonderwertung DHM startet und durchweg eine 3 h-Zeit anpeilt (ohne wirkliches Training, wie er sagt!), die er locker unterbietet (hier links auf der Theodor-Heuss-Brücke) [6.5.19]! Im Startblock begrüße ich dann andere Spiridonis: Marcus, Thilo (hier am Getränkestand) [6.5.19] und Frank. Das Wetter ist klasse zum Laufen, zusammen mit Marcus starte ich, er will - wenn es gut läuft - eine Bestzeit von 3:10 avisieren, wir wollen erstmal zusammen bleiben (km 14 beim ersten Mal auf der Ludwigstraße) [31.5.19]. Neben sonnigen Abschnitten dominieren aber zunehmend Wolken ... Den Halbmarathon fühle ich mich super (hier auf der Ludwigstraße Richtung Gutenbergplatz)! [31.5.19] Am Zieldurchlauf des HM vorbei, geht es für uns Marathonis auf der Theodor-Heuss-Brücke hinüber nach Mainz-Kastell. Das Läuferfeld ist ziemlich dünn jetzt; gottlob bin ich in einer 8-köpfigen Gruppe. Zurück mit ordentlich Gegenwind kann ich auch noch lachen, obwohl das steile Abwärtslaufen muskulär ganz schön anstrengt. Bis km 32 schlage ich mich wacker mit einer pace 4:30; ab jetzt beginne ich aber einzubrechen, und die letzten 10 km werden nicht schön. Ab km 36 fällt die pace auf 5:30:-( Zum Schluß hält mich der Gedanke an die Jubiläumsflasche Wein aufrecht: Im Ziel reiße ich die Arme nach oben! Ich komme als 77. gesamt (von 803 Männern) an. In der AK M50 reicht es noch für die Topten: Platz 10 (von 128)! So überwiegt die Freude im Ziel die Leiden: Geschafft mit 3:17:37! Keine Glanzleistung, aber unter den Umständen akzeptabel. Dann das Wichtigste: Durch die Verpflegung und den med. Dienst ... und die Jubiläumsflasche vom 'Weingut der Stadt Mainz', einen 2017er Riesling Classic, nicht vergessen;-)

42,2 km in 3:17:37
MPosition im Feld9,6%39,8%mehr Zeit als der Erste im Feld
Position in der AK7,8%11,6%mehr Zeit als der Erste der AK

Fazit: Wenn Du etwas Außergewöhnliches erreichen willst, Dich aber nicht voll darauf konzentrierst und fokussierst, kannst Du es gleich vergessen. Vielleicht wird es gut, aber eben nicht sehr gut. Das ist halt der Unterschied ...

15. - 25.4.19: G1 Grundlage-/Ausdauertraining Rennrad

Wie üblich über die Feiertage lege ich ein Training auf dem Rennrad ein ..., ungeachtet der nahen Teilnahme am Mainz Marathon. So gerät dadurch zwar die Vorbereitung dafür durcheinander ..., doch die 10 Tage auf dem Rennrad waren klasse; 1.050 km sind im Piemont und am Po zusammengekommen: Hier der Reisebericht (Mit vielen Photos!).

7.4.19: Griesheimer Straßenlauf 21,1 km

Desaströs! Nichts hat gepaßt: Kein Tempogefühl, kein dezidiertes Training, kein Spaß; aber das Wetter war klasse:-) 2 % Leistungseinbruch im Vergleich zum Saisonbeginn. Nur die schwache Besetzung des Laufs rettet den Tag ..., halbwegs.

Topten-Platzierung gesamt! 3. Podestplatz in der AK M50! 1. Platz in der Mannschaftswertung! Doch das alles täuscht nur über das Gewürge hinweg, ein Trostpflaster halt. Denn unter den Blinden ist der Einäugige der König, bekanntlich:-| Ohne einen Plan bin ich gestartet: Zuerst wollte ich eine 4:00 angehen, mit Gregor (mitte, Uwe mit Kappe); dann überzeugte mich Markus, hinter Uwe den AK-Sieg nicht aus den Augen zu lassen; naja, eher überedete er mich. So stieben wir - bei bestem Wetter! - davon, die ersten 4 km mit 3:55,55. Der 6. km mit 3:50,27 ist wohl mutmaßlich der schnellste. Markus hat uns aber mittlerweile überholt - jetzt selbst in der AK M50! - und macht mit Felix gemeinsame Sache. Nach der ersten Hälfte muß ich Uwe ziehe lassen; und von jetzt an geht's bergab: Die Autobahnbrücke das 3. Mal tut richtig weh und liefert den schlechtesten km mit 4:27,42! Danach raffe ich mich etwas auf, werde aber bei km 20 nochmals richtig langsam: 4:24,47. Jetzt sammeln mich Josef und Gregor auf, an die ich mich in letzter Verzweiflung dranhänge. (Wäre ich doch vom Start weg gleich mal mit Gregor gelaufen so wie anfangs geplant ...; doch nachher ist man immer schlauer.) So komme ich als 9. gesamt 15 sek. vor der ersten Dame Anna in's Ziel. Die Fußsohlen schmerzen, das sollte nicht sein: Ich muß Socken und Laufschuh überdenken. Als Mathematiker entlockt meine Zeit von 1:25:43 mir wenigstens ein Schmunzeln;-) Bei der Siegerehrung tauscht Markus generös mein Müsli gegen seine Socken und Michael gibt mir von seinem Preis als AK-2. 3 Fl. Pfungstädter Alkoholfrei ab, wofür er das 5 l-Partyfaß unseres Mannschaftssieges einstecken kann:-)

21,1 km in 1:25:43
M/WPosition im Feld6,9%4,5%mehr Zeit als der Erste im Feld
MPosition in der AK20,0%3,5%mehr Zeit als der Erste der AK

Hier die Zieleinlaufliste Halbmarathon und die Ergebnisliste AK Halbmarathon sowie meine pace. BTW: Das Laufen boomt! Fitneß-Uhren, der Fitneß-Gedanke boomt! Doch dieser Traditionslauf verliert den Zuspruch über die Jahre (z.B. die 10 km-Strecke): 320 (2013: Trocken) - 324 - 283 - 204 (Regen) - 201 (Sonne) - 182 (Sonne) - 147 (2019: Sonne). Nachtrag: ... und passend zum Intervalltraining am Dienstag beginnt es auch noch an zu regnen:-|

10.3.19: Mal ein ganz anderer Halbmarathon - als Pacemaker 1:29

Beendet! Mal nicht auf eigene Kappe, sondern für ambitionierte Läuferinnen & Läufer bin ich beim Frankfurt Halbmarathon gestartet; als Pacemaker 1:29 zusammen mit Till haben wir den Trupp bei Schauer, Wind und Sonne in's Waldstadion begleitet. Hier meine Eindrücke:

Das Wetter ist an den Vortagen grottig vorhergesagt; und selbst am Tag vorher sah es nach Dauerregen bei 5°C aus:-| (Mitläufer erzählen, daß sie von Dauerregen geweckt wurden.) Mit dem Öffentlichen - hier treffe ich auch schon auf Jörg - mache ich mich - mit Schirm! - auf zum Stadion; im Helfer-Cafe bekomme ich erstmal einen Kaffee. Mit Till soll ich die pace machen für die Aspiranten mit der Zielzeit unter 1:30. Wir machen uns fertig, schnallen die "Rucksäcke" mit der Zielzeitflagge um und laufen uns warm. Schon hier werden wir angesprochen, wie wir den Lauf angehen werden. Dann machen wir das offizielle Gruppenbild der Pacemaker im Startbereich vor dem Stadion. Kurz nach dem Profistart stehen wir an der Startlinie (hier die zweite Startwelle; Photo: Spiridon Frankfurt), laufen los (es ist trocken) und sortieren uns erstmal. Nach kurzer Zeit haben wir die pace gefunden: 4:13 Ich hätte zwar gedacht, daß wir zwei Pacemaker uns unabhängig voneinander im Feld bewegen; doch es ist praktisch, Zeiten vergleichen zu können, sich auszutauschen zur Laufstrategie, das Tempo zu korrigieren. Wie groß die Gruppe hinter [10.3.18] und vor uns ist [10.3.18], werden wir gewahr, als wir am Main eine große Zuschauergruppe passieren und Jubel aufbrandet! Hier rempeln Till und ich aneinander, so daß meine Stoppuhr zurückgesetzt wird: Ab jetzt fehlen mir zur Orientierung die km-Durchgangszeiten, die ich mit meinen Notizen vergleichen kann:-( Ich orientiere mich an der km-pace und an der overall-pace, die Till mir durchgibt. Bei leichtem Nieselregen - hier Werner, leicht verdeckt, bei seinem Husarenritt [11.3.18]; wir 1:29er folgen etwas später [12.3.18] - verlassen wir den Main und laufen durch Sachsenhausen. Ab und zu kommt sogar die Sonne raus und der Wind hält sich stark zurück. Im 'Anstieg' bekommen wir einen Schauer ab, der dann - fast - durchgängig bis in's Ziel von Sonne abgelöst wird:-) Am 'Anstieg' (es scheint die Sonne wie auch hier am Main, als die Gruppe 1:59 den Main verläßt) [11.3.19] zieht sich das kompakte Feld auseinander, doch auf der Wendepunktstrecke dezimiert es sich zusehends: Der gefürchtete km 17! Die vor uns Laufenden haben ihren Schritt wohl gefunden. Wir biegen ab zum Stadion: Hier lasse ich mich zurückfallen und motiviere die hinter uns Laufenden. Etwas unsicher über unsere Zielzeit verlasse ich mich voll auf Till ..., und er gibt das Ok: Nach 1:29:15 erreichen wir die Zielgerade im Stadion; viele LäuferInnen sind vor uns und damit sicher unter 1:30. Till und ich verlangsamen den Lauf und bleiben stehen, um hinter uns Laufende anzufeuern und sie zu einem Endspurt zu animieren. [12.3.19] Handgestoppt nach 1:29:44 laufen Till und ich über die Ziellinie! (Offizielle Zielzeit: 1:29:35 bzw. 1:29:42) Im Zielbereich (bei Sonne) können wir dann noch den Dank von LäuferInnen für die pace entgegennehmen, die mit uns gelaufen sind und den Lauf lassen wir im Spiridon-Helfer-Cafe bei Kaffee & Kuchen ausklingen.

17.2.19: Halbmarathon Mörfelden

Nichts: Kein AK-Podestplatz, keine Urkunde und auch keine Flasche Wein! Doch zufrieden sollte ich sein; jetzt, Mitte Februar ... Ein schöner Lauf mit Sonne: Mein Wetter! Hier mein Bericht des ersten Halbmarathons der Saison. (Jetzt mit Photos!)

Mein Wetter! Ja, das ist viel wert. Es heißt ja nicht umsonst: Die Augen essen mit. Hier eher: Die Augen laufen mit. Wie auch immer: Anreise mit dem Öffentlichen, schon zwei Aspiranten getroffen in der S7, Einlaufen zum Stadion und Nachmelden. Markus ist schon da, Florian und Till laufen später ein. Warmmachen, paar Steigerungen ..., ist doch etwas kalt:-| (Der Laufreport und Till sprechen von 0°C beim Start!) Wir rotten uns im Team zusammen, dann: Der Start! [17.2.19] Verhalten will ich die erste Runde angehen und mich an Markus halten. 4:05 Das hat schon mal geklappt, war aber vielleicht dem Start in hinterer Reihe geschuldet. 3:52, 4:00, 3:53 Langsam sortieren sich die Läufergrüppchen (hier Nadja, dahinter links reihen wir uns auf) [17.2.19]; dann Florian (alle Photos mit Namensbestandteil 'DSC_' von Reinhold Daab, vielen Dank!), ich halte mich aber strikt hinter Markus (vorne Benedikt)! [17.2.19] 3:59, 3:52, 3:52 Ein Drittel der Strecke liegt hinter uns; ich fühle mich eigentlich sehr gut. Mal sehen, wie wir die erste Runde rumkriegen (hier zwei Spiridonis in der Verfolgung [17.2.19]). 3:56, 3:59, 4:00 Zur Halbzeit stehen 41:45 auf der Uhr (pace = 3:57,44) und wir machen uns auf die zweite Runde. 3:55, 3:59, 4:05, 4:05 Hmm ..., nachdem uns jetzt zwei 2er-Gruppen überholt haben, schere ich aus und verlasse Markus. Aus einem Blick in sein Gesicht werde ich nicht schlau: Will er moderat weiterlaufen und die letzten paar Kilometer sprinten? Eine pace von über 4 min/km will ich aber nicht riskieren, so hänge ich mich an Benedikt von der BSG Merck und seinen Laufpartner dran. 3:37, 3:52, 4:03 Doch habe ich mich hier verzockt? Breche ich schlußendlich ein und wäre doch lieber bei Markus geblieben? Das Tempo von Benedikt kann ich nur mühsam halten, muß mich immer wieder aufraffen, um Anschluß zu halten. Außerdem spüre ich ... Entkräftung! Das Laufen wird mühsam ... 4:04, 4:06, 4:11 Jetzt auf der Zielgeraden versuche ich, einen Endspurt hinzulegen, wenn man das so nennen will: 4:08 So stehen für die zweite Runde 42:15 zu Buche (naja, nur 30 sek. langsamer als die erste) und gesamt 1:24:00! Wow! Das ist eine pace von 3:58,86; und beinahe 3 min. besser als 2018! BTW: Mein erster Halbmarathon in Mörfelden zum Saisonstart, den ich mit einer pace unter 4 min/km laufe: Heureka! Im Ziel begrüße ich noch die Siegerin der Damen Nadja und Frank Wiegand (alten Kollegen von der Eintracht); es werden Heldengeschichten erzählt, wir posieren für den Photographen [17.2.19], lassen den Lauf Revue passieren und beglückwünschen weitere Spiridonis im Ziel ... während es die Sonne richtig gut meint:-) Dann: Duschen, Kaffee & Kuchen fassen (und natürlich das Lachsbrötchen mit Ei:-) und die Siegerehrung abwarten. Doch: In der AK M50 werde ich - klar! - 4. und in der Team-Wertung liegt die BSG Merck uneinholbar vor uns. So bleibt mir nichts als Lehrgeld bezahlt zu haben: 4. (von 72) in der AK M50 und 25. gesamt (von 427 M/W). Übrigens: Florian hat sich ein Herz gefaßt und ist 1 min. vor mir in's Ziel gekommen mit 1:23:00, chapeau! Marisa und Till haben ihre AK gewonnen und jeweils eine Flasche Wein abgestaubt. Und ich ...: Die S7 auf der Heimfahrt hatte 25 min. Verspätung:-|

21,1 km in 1:24:00
M/WPosition im Feld5,9%16,0%mehr Zeit als der Erste im Feld
MPosition in der AK5,6%2,9%mehr Zeit als der Erste der AK

Fazit: Und wieder kein negative split:-) Aber: Es scheint für mich essentiell wichtig zu sein, in einer guten Gruppe zu laufen. Offenbar bin ich durch die 10 km-Rennen der WLS'n, das Rennradtraining und die Marathonstaffel ganz gut über den Winter gekommen. BTW: In der Team-Wertung haben wir mit dem 2. Platz (von 23) zwar das Podest erreicht; aber es gab weder eine Urkunde dafür, noch für den Erstplatzierten eine Flasche Wein:-| Hier noch die Einlaufliste, die Ergebnisliste AK und die Mannschaftswertung. Nachtrag I: Da ich keinen regelrechten Wettkampf in naher Zukunft plane, genieße ich das Training ohne Druck: Intervalle 3 x (800 m + 1.200 m) + 800 m in 4:15 bis 3:41 oder heute 4 x 2.000 m in 3:56, 3:52, 3:49, 3:40. Und es fühlt sich zu meiner Überraschung alles sehr locker an! Nachtrag II: Heute beginne ich die Serie der Langen Läufe mit 21 km in 4:49. Richtig Spaß zu haben, ist wohl etwas anderes; doch die Sonne schien und es ist ja erst der Anfang:-)

2.2.19: Winterlaufserie Rodgau-Jügesheim Lauf 4 (letzter Lauf) 10 km

4. Platz! Aber nicht im Wettkampf, sondern viertbeste Zeit über 10 km jemals. Beim 4. Lauf der WLS Jügesheim ist das der 3. Platz AK M50:-) Hier der WK-Bericht des letzten Laufs der WLS. (Jetzt mehr Photos!)

Nach dem Arbeitseinsatz am Samstag erreiche ich 30 min. vor der geplanten Zeit den S-Bahnhof in Jügesheim: Auf dem Weg zum Sportgelände komme ich schon mit Martin Lück (Löwt für mehr Zeit) und Marius Dorn in's Gespräch. Das Thermometer sagt 5-6°C und der Himmel hängt tief:-| Doch beim Nachmelden fängt es an zu regnen: Ich fülle den Bogen aus, melde nicht nach und suche erstmal das WC auf. Bei Regen will ich eigentlich nicht starten; doch wenn ich schon mal da bin, kann ich es ja ausprobieren. Außerdem hat mir Marius gut zugeredet. So melde ich nach und suche Marius in der Umkleide auf. Zusammen geben wir unsere Sachen zur Aufbewahrung und laufen uns - gemeinsam mit Frank Wiegand - ein. Dann paar Steigerungen auf der Bahn und auf zum Start. Ich fühle mich eigentlich super locker und motiviert, zumal sich der Regen nach kurzer Zeit schon verzogen hatte. Im Startblock reihe ich mich in 4.~5. Reihe ein (links), zusammen mit einigen Damen, die ca. 39 min laufen wollen [5.2.19]. Schön wäre aber, wenn ich eine 38 (mglst. tief) vorne stehen hätte. Doch ohne richtiges Training stirbt die Hoffnung bekanntlich erst zuletzt ...

Dann, Hells Bells, der Start! Da zu Beginn der Waldstrecke die Laufstrecke wegen großflächiger Pfützen schmal ist, will ich recht weit vorne dort ankommen (hier mit Kerstin, Stephan, Frank, Franziska & Jenny teils verdeckt, und Lisa auf der Stadionrunde), wo das Feld noch schmal ist. So gehe ich das Tempo der Gruppe mit - zumal auch Stephan vom Spiridon dabei ist und es sich gut anfühlt. [3.2.19] 3:45 Schluck! Das Tempo werde ich wohl nicht lange durchhalten:-| (Gottlob habe ich das zweite Trikot, die Handschuhe und die Mütze abgelegt, denn es wird mir warm.) 3:42 Naja, die Gruppe läuft super; und mit Lauftechnik fällt es mir noch leicht, das Tempo zu halten. Warum nicht was riskieren ...? 3:42, 3:45 ... und was ich habe, das habe ich schon mal; einbrechen kann ich später immer noch;-) 3:47, 3:47 Jetzt bei km 6 muß ich die Damengruppe ziehen lassen, und bei km 7 fühle ich einen regelrechten Einbruch: 3:51 Beim Blick auf die Uhr stutze ich, denn die pace ist immer schneller als sonst der Schnitt! Als mich die vorhin überholter Jenny selbst wieder überholt, wundert mich das nicht: 3:57, 3:56 Doch meine Kraft reicht für einen beherzten Endspurt, so daß ich sie nochmals überrunden kann: 3:43 So stehen im Ziel sagenhafte 37:55 auf der Uhr (pace = 3:47,55)! Meine viertbeste jemals gelaufene 10 km-Zeit; ich bin sprachlos und wir gratulieren uns im Ziel gegenseitig (Nadja, Kerstin, Franziska - wohl noch im Tunnel - Manuel, HD & Stephan, vorne) [4.2.19]! Während bei den Damen z.T. neue PB erreicht wurden, muß ich auf meinen ersten negativ split aber weiter warten ...

Nach dem Duschen finde ich mich noch auf der ersten Seite der Ergebnisliste wieder, es gibt ein Stück Kuchen und ich verabschiede mich von Marius und seinem Vater mit Freundin (Dank an Thomas für's Photo!) noch vor der Siegerfeier [4.2.19] - wo Marius den 3. AK-Platz abräumt [5.2.19], bevor ich mich auf den Weg in die alte Heimat aufmache.

10 km in 37:55
MPosition im Feld21,2%23,2%mehr Zeit als der Erste im Feld
Position in der AK9,4%4,7%mehr Zeit als der Erste der AK

Fazit: Trotz der extrem geringen Trainingsumfänge (wegen Wetter etc.) fühle ich mich beim Lauf absolut wohl und haue Anfang Februar meine viertbeste 10 km-Zeit raus; ich bin immer noch baff! So lande ich bei dem recht hochklassig besetzten letzten Lauf der WLS Jügesheim gesamt auf Platz 50 (von 236) und werde 3. in der AK M50 (von 32). Hier die Gesamtplatzierung und die Altersklassenplatzierung. BTW: Wenn ich an der gesamten Serie teilgenommen hätte, wäre ich mit 1:56:31 direkt hinter Frank (meinem alten Kollegen von der Eintracht) 24. gesamt (von 190) und 5. der AK M50 (von 22) geworden (Serienwertung Split Times). Nachtrag I: Durch dieses Ergebnis motiviert laufe ich am Dienstag beim Intervalltraining auf; hier stehen 5 x 1.000 m (Ø 3:50) und 2 x 200 m (Ø 0:35) an. Dann muß nur noch das Wetter mitspielen beim anstehenden HM in Mörfelden ... Nachtrag II: ... und das abschließende Intervalltraining heute ging auch recht locker von der Hand: 4 x 2.000 m (3:54, 3:48, 3:46, 3:43) ..., ohne die 200er:-)

20.1.19: Marathonstaffel Mörfelden über 4 x 10,55 km

Tschakka! Start in das Jahr 2019 in aufsteigender Form fast mit Saisonbestzeit und Podestplatz bei der Marathonstaffel Mörfelden; aber nicht in der AK oder Ü200, sondern gesamt! Hier der Wettkampfbericht! (Jetzt mit Video!)

Grün, ja grün sind nicht die Bäume im Mörfeldener Forst; aber Grün ist die Farbe der Hoffnung! Und das langt heute ... Nach zwei Auswechselungen im Staffel-Team - langfristig haben nacheinander zwei Sportler schon krankheitsbedingt abgesagt für den noch offen Start-Platz, für den Florian eingesprungen ist, und dem überraschenden auch krankheitsbedingten Ausscheiden unseres Team-Captains, den wir gottlob spontan nachbesetzen konnten mit Manuel Ruland - können wir heute antreten. Zwar weder bei den SE M40 oder Ü200 - wofür man halt so erfahren alte Hasen wie Till braucht! - aber immerhin bei den Männern M.

So will ich mit dem Öffentlichen anreisen, muß aber früh morgens schon am Bahnsteig aufpassen: Wenn ich hier den falschen Bahnsteig erwische, kann ich gut und gerne 650 km zurücklaufen! Bei sich aufhellendem Himmel geht es über den Main; im Zug reisen weitere Spiridonis an und mit Jörg laufe ich mich zum Sportgelände warm ... Naja, es ist schon etwas euphemistisch, bei -4°C von Warmlaufen zu sprechen:-) Im Vereinsheim verteilt Volker die Startnummer. Von einer Ad hoc-Mannschaftsumstellung (um eine Ü200-Siegchance zu sichern, später mehr dazu) sehen wir dennoch ab. Dann raus zum Dehnen und Lockern und Temperatur-Check: Paßt alles soweit. Dann ...

... der Start! [21.1.19] Das Feldt startet 'moderat', nur die Sieg-Aspiranten stürmen los. 3:50 Die Sonne blinzelt mittlerweilen durch die Bäume, tollstes Laufwetter! 3:56, 4:01 Ich habe die Muße und höre in mich rein: Nichts zwackt, Atmung läuft gut, Kraft scheint vorhanden (3 x Carbo-Loading!); nur laufen derzeit noch alle 'durcheinander' 3:54 Doch bei km 4 finden ich mich mit zwei Mitläufern zusammen, eine gut laufende Gruppe. 4:00 Halbzeit: Und nur 1,6 sek. unter dem perfect split! 3:54, 3:57, 3:57 Ich bin mit der pace gut zufrieden, obwohl ich ab und zu ein paar Meter zulaufen muß; also Konzentration hochhalten! 4:02 Unsere Dreiergruppe - während ich Thomas grüße - fällt auf dem letzten km auseinander: Mein Dank an die Mitläufer Jörg von der späteren Siegerstaffel (96) und Thomas (44)! (Alle Photos ohne Namensbestandteil 'IMG_' sind Standbilder aus dem Video von Thomas Laut, s.u.) 3:55, 2:12 (4:00) Das gibt eine Zielzeit von 41:38 (10,55 km) und 39:26 (10 km). Ich bin extrem zufrieden (pace unter 3:57), zumal ich meine Zeiten von 2017 um 10 bzw. 4 sek. unterbieten konnte (ca. 0,5 %)!

So ist Florian jetzt auf der Reise (hier auf dem letzten km), den Manuel nach 41:15 ablöst und anfeuert, obwohl nur noch sein Bein in's Bild ragt;-) Das Zwischenergebnis weist mich als 7. gesamt aus von 119 Startläufern. (Hier noch mit falscher AK; und unsere schnellen Frauen liegen auf Platz 12 gesamt!) Ich versorge mich mit Kaffee & Kuchen und genieße den Blick auf das gut gefüllte Stadion bei bestem Wetter: Diese Veranstaltung zum Auftakt des neuen Jahres ist ein klasse Treffpunkt, um LäuferkollegInnen zu sehen und über Form und den Sport und darüber hinaus zu fachsimpeln. Doch es geht weiter, denn Manuel ist unser schnellstes Pferd im Stall:-) So macht sich Markus bereit, Manuel auf der Gegengeraden fixierend ..., der daraufhin auch schon heranstürmt (ja, 10,55 km in 37:14!) und - was ich im Bild festhalte - Markus auf die letzte Etappe schickt. So geht Markus als Führender gesamt auf die letzte Runde; denn bisher werden wir noch auf Platz 1 geführt (die Damen auf Platz 15) und wir können nur hoffen ... Alldieweil verfolgen Anna und ich die Ergebnisse auf dem Live-Monitor. Doch der Stadionsprecher kündigt ... Demeke als ersten Zielläufer an, der für die LG Rüsselsheim 1 startet (und sogar zweimal gelaufen ist, jeweils mit Bestzeit! Wobei Manuel die drittbeste Zeit abliefert, als schnellen Trainingslauf:-) so zerschlägt sich die Hoffnung auf die ersehnte Flasche Wein. Doch als Markus in's Ziel kommt, stehen wir gesamt auf Platz 3, somit auf dem Podest! Bei der Siegerehrung anschließend können wir unsere Urkunden und den Ehrenpreis in Empfang nehmen. (Unsere schnellen Damen [21.1.19] werden übrigens auch Dritte!)

10 km in 39:26 (Split-Zeit)
M/WPosition im Feld8,5%15,6%mehr Zeit als der Erste im Feld
MPosition in der AK15,9%8,8%mehr Zeit als der Erste der AK

Fazit: Haben sich das Training und die Teilnahmen bei den Winterlaufserien ausgezahlt genau wie das G1-Radtraining (1.700 km)? Nach der verpatzten Saison 2018 sehe ich zuversichtlich in's neue Jahr: Vielleicht sollte ich mir grüne Laufkluft zulegen ..., denn Startläufer der Staffel tragen grüne Nummer und Grün ist bekanntlich die Farbe der Hoffnung;-) Den Ehrenpreis rühre ich allerdings nicht an: Markus und ich haben uns bei der Siegerehrung entschieden, ihn an unseren kurzfristig ausgefallenen Team-Captain Till weiterzugeben (Schokolade hilft immer;-) Und, wenn wir nach Florians Idee unser Team ad hoc umgestellt hätten, wäre die Flasche Wein unsere gewesen; denn 2:50:38 schlägt 2:55:03:-) Hätte, hätte, Fahrradkette ... Hier noch die Listen: Ergebnisliste AK, Einlaufliste und Ergebnisliste AK Ü200-Wertung. Und hier das Video von Thomas Laut (11:08) [22.1.19].

5.1.19: Winterlaufserie Rodgau-Jügesheim Lauf 3 10 km

Das Wetter ist ideal: 7°C & trocken; so mache ich mich auf nach Rodgau-Jügesheim ... Aber was erwarte ich? Der letzte Lauf liegt 3 Wochen zurück! Und was geht aus dem Stand nach 1.700 km auf dem Rennrad? Psyche und Gesundheit sind ok; und außerdem ist es ja schön, die Läuferkollegen zum neuen Jahr wiederzusehen:-) Ich lege mir eine pace von 38:30 bis 39:15 zurecht. Mit dem Öffentlichen reise ich an und laufe mich zum Festgelände ein; hier begrüßt mich nach der Nachmeldung schon Michael Waraus: Er startet jetzt erstmals in der M55! Beim Einlaufen begrüßt mich auch Andreas Pilsak: Sein erster Lauf nach dem Marathon. Claudia Demuth von der Eintracht begrüße ich sowie Marius Dorn und kurz vor dem Start Jens Wittig [7.1.19]. Dann geht es schon los ... obwohl die Startpistole Ladehemmungen hat:-) Ich freue mich alleine schon ob des Starts an sich! Die Runde im Stadion, dann raus (Photo: Thomas Laut) 3:54 Gottlob nicht mein schnellster km! 3:57, 3:56 Noch bin ich nicht entspannt, doch die Zeiten stimmen mich positiv. 4:03, 4:04 Aha, bei der Halbzeit 'normalisiert' sich die pace; und obwohl kein 'negative Split' herauskommt, liege ich kein Viertelprozent drüber: Also, Konstanz und Tempogefühl passen! 4:03, 4:02 Ich habe eine gut Gruppe um mich herum, wir überholen uns gegenseitig und spornen uns so an; nur die Schnelleren haben sich mittlerweilen ca. 100 m nach vorne abgesetzt. Jetzt denke ich auch an Markus Lohnes: Locker laufen! Und es klappt ganz gut ... 4:02, 4:00 Von den anderen kann ich mich etwas absetzen - wobei ich in der Schlußkurve dem Photographen Thomas Laut ein 'Frohes Neues' wünsche, welches er mit einem sonoren "Danke, ebenso." quittiert - und noch einen Schlußspurt draufsetzen: 3:52 So stehen 39:53 auf der Uhr (pace 3:59,3); was in der AK der Platz 8 (von 36) ist und gesamt - ich stehe in der Ergebnisliste an der ersten Stelle ..., der zweiten Seite - für Rang 62 (von 248) reicht. Viel wichtiger als die absolute Zeit ist aber die relative: 42:06, 40:08, 43:55, 39:51, 38:43, 39:05, 39:18, 38:07 (am 9.9.18); ohne Lauftraining bin ich wieder bei einer Zeit vom 17.11.18! Darauf kann ich aufbauen ... (Außerdem: Gegenüber 2018 falle ich um 0,5 %, gegenüber 2017 um 1 % und 2016 um 1,8 % zurück.) Hier die Gesamtplatzierung sowie die Altersklassenplatzierung.

10 km in 39:53
MPosition im Feld25,0%%23,3%mehr Zeit als der Erste im Feld
Position in der AK22,2%14,9%mehr Zeit als der Erste der AK

Update: Letztes Intervalltraining vor dem Saisonhöhepunkt 2018: 5 x 1.000 m in Ø 3:40; das sind keine 3:30, aber ich bin ja auch nicht mehr 35:-)

20.12.18-4.1.19: G1-Wintertraining mit dem Rennrad

Diesen Winter führe ich die 12 Jahre alte Tradition fort (es gab nur zwei Unterbrechungen ohne Rad: 07/08 in Hong Kong und 16/17 in Schottland): Über die Feiertage zwischen den Jahren reisen wir mit dem Zug an's Mittelmeer und spule gut 1.700 km im G1-Bereich ab; das ist absoluter Spitzenwert! Hier der Reisebericht Barcelona-Marseille mit vielen Photos.

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