Laufen: Olympisch 2019

Dabei sein ist alles!

Die Vorgeschichte

Nach dem Desaster in 2018 gehe ich es dieses Jahr 'olympisch' an. Denn vielleicht ist meine Marathonbestzeit von 2017 wirklich das Ende der Fahnenstange. Kann ich mich dauerhaft energisch genug motivieren? Oder sollte ich es mal etwas ruhiger angehen lassen, um dann 2021 noch mal was rauszuhauen? So starte ich in's neue Jahr 2019 mit dem Motto: 'Dabei sein ist alles!'

Alle Bilder mit Namensbestandteil _n_, _n oder _o_ - falls nicht anders angegeben - Quelle: Fratzenbuch

20.1.18: Marathonstaffel Mörfelden über 4 x 10,55 km

Grün, ja grün sind nicht die Bäume im Mörfeldener Forst; aber Grün ist die Farbe der Hoffnung! Und das langt heute ... Nach zwei Auswechselungen im Staffel-Team - langfristig haben nacheinander zwei Sportler schon krankheitsbedingt abgesagt für den noch offen Start-Platz, für den Florian eingesprungen ist, und dem überraschenden auch krankheitsbedingten Ausscheiden unseres Team-Captains, den wir gottlob spontan nachbesetzen konnten mit Manuel Ruland - können wir heute antreten. Zwar weder bei den SE M40 oder Ü200 - wofür man halt so erfahren alte Hasen wie Till braucht! - aber immerhin bei den Männern M.

So will ich mit dem Öffentlichen anreisen, muß aber früh morgens schon am Bahnsteig aufpassen: Wenn ich hier den falschen Bahnsteig erwische, kann ich gut und gerne 650 km zurücklaufen! Bei sich aufhellendem Himmel geht es über den Main; im Zug reisen weitere Spiridonis an und mit Jörg laufe ich mich zum Sportgelände warm ... Naja, es ist schon etwas euphemistisch, bei -4°C von Warmlaufen zu sprechen:-) ImVereinsheim verteilt Volker die Startnummer. Von einer Ad hoc-Mannschaftsumstellung (um eine Ü200-Siegchance zu sichern, später mehr dazu) sehen wir dennoch ab. Dann raus zum Dehnen und Lockern und Temperatur-Check: Paßt alles soweit. Dann ...

... der Start! Das Feldt startet 'moderat', nur die Sieg-Aspiranten stürmen los. 3:50 Die Sonne blinzelt mittlerweilen durch die Bäume, tollstes Laufwetter! 3:56, 4:01 Ich habe die Muße und höre in mich rein: Nichts zwackt, Atmung läuft gut, Kraft scheint vorhanden (3 x Carbo-Loadling!); nur laufen derzeit noch alle 'durcheinander' 3:54 Doch bei km 4 finden ich mich mit zwei Mitläufern zusammen, eine gut laufende Gruppe. 4:00 Halbzeit! 3:54, 3:57, 3:57 Ich bin mit der pace gut zufrieden, obwohl ich ab und zu ein paar Meter zulaufen muß; also Konzentration hochhalten! 4:02 Jetzt läßt einer der Mitläufer nach, der andere überholt: 3:55, 2:12 (4:00) Das gibt eine Zielzeit von 41:38 (10,55 km) und 39:26 (10 km). Ich bin extrem zufrieden, zumal ich meine Zeiten von 2017 um 10 bzw. 4 sek. unterbieten konnte (ca. 0,5 %)!

So ist Florian jetzt auf der Reise, den Manuel nach 41:15 ablöst und anfeuert, obwohl nur noch sein Bein in's Bild ragt;-) Das Zwischenergebnis weist mich als 7. gesamt aus von 119 Startläufern. (Und unsere schnellen Frauen liegen auf Platz 12 gesamt!) Ich versorge mich mit Kaffee & Kuchen und genieße den Blick auf das gut gefüllte Stadion bei bestem Wetter: Diese Veranstaltung zum Auftakt des neuen Jahres ist ein klasse Treffpunkt, um LäuferkollegInnen zu sehen und über Form und den Sport und darüber hinaus zu fachsimpeln. Doch es geht weiter, denn Manuel ist unser schnellstes Pferd im Stall:-) So macht sich Markus bereit, Manuel auf der Gegengeraden fixierend ..., der daraufhin auch schon heranstürmt (ja, 10,55 km in 37:14!) und Markus auf die letzte Etappe schickt. Bisher werden wir noch auf Platz 1 geführt (die Damen auf Platz 15) und wir können nur hoffen ... Doch der Stadionsprecher kündigt ... Demeke als ersten Zielläufer an, der für die LG Rüsselsheim 1 startet (und sogar zweimal gelaufen ist!); so zerschlägt sich die Hoffnung auf die ersehnte Flasche Wein. Doch als Markus in's Ziel kommt, stehen wir gesamt auf Platz 3, somit auf dem Podest! Bei der Siegerehrung anschließend können wir unsere Urkunden und den Ehrenpreis in Empfang nehmen. (Unsere schnellen Damen werden übrigens auch Dritte!)

10 km in 39:26 (Split-Zeit)
M/WPosition im Feld8,5%15,6%mehr Zeit als der Erste im Feld
MPosition in der AK15,9%8,8%mehr Zeit als der Erste der AK

Fazit: Haben sich das Training und die Teilnahmen bei den Winterlaufserien ausgezahlt genau wie das G1-Radtraining (1.700 km)? Nach der verpatzten Saison 2018 sehe ich zuversichtlich in's neue Jahr: Vielleicht sollte ich mir grüne Laufkluft zulegen ..., denn Startläufer der Staffel tragen grüne Nummer und Grün ist bekanntlich die Farbe der Hoffnung;-) Den Ehrenpreis rühre ich allerdings nicht an: Markus und ich haben uns bei der Siegerehrung entschieden, ihn an unseren kurzfristig ausgefallenen Team-Captain Till weiterzugeben (Schokolade hilft immer;-) Und, wenn wir nach Florians Idee unser Team ad hoc umgestellt hätten, wäre die Flasche Wein unsere gewesen; denn 2:50:38 schlägt 2:55:03:-) Hätte, hätte, Fahrradkette ... Hier noch die Listen: Ergebnisliste AK, Einlaufliste und Ergebnisliste AK Ü200-Wertung.

5.1.19: Winterlaufserie Rodgau-Jügesheim Lauf 3 10 km

Das Wetter ist ideal: 7°C & trocken; so mache ich mich auf nach Rodgau-Jügesheim ... Aber was erwarte ich? Der letzte Lauf liegt 3 Wochen zurück! Und was geht aus dem Stand nach 1.700 km auf dem Rennrad? Psyche und Gesundheit sind ok; und außerdem ist es ja schön, die Läuferkollegen zum neuen Jahr wiederzusehen:-) Ich lege mir eine pace von 38:30 bis 39:15 zurecht. Mit dem Öffentlichen reise ich an und laufe mich zum Festgelände ein; hier begrüßt mich nach der Nachmeldung schon Michael Waraus: Er startet jetzt erstmals in der M55! Beim Einlaufen begrüßt mich auch Andreas Pilsak: Sein erster Lauf nach dem Marathon. Claudia Demuth von der Eintracht begrüße ich sowie Marius Dorn und kurz vor dem Start Jens Wittig [7.1.19]. Dann geht es schon los ... obwohl die Startpistole Ladehemmungen hat:-) Ich freue mich alleine schon ob des Starts an sich! Die Runde im Stadion, dann raus (Photo: Thomas Laut) 3:54 Gottlob nicht mein schnellster km! 3:57, 3:56 Noch bin ich nicht entspannt, doch die Zeiten stimmen mich positiv. 4:03, 4:04 Aha, bei der Halbzeit 'normalisiert' sich die pace; und obwohl kein 'negative Split' herauskommt, liege ich kein Viertelprozent drüber: Also, Konstanz und Tempogefühl passen! 4:03, 4:02 Ich habe eine gut Gruppe um mich herum, wir überholen uns gegenseitig und spornen uns so an; nur die Schnelleren haben sich mittlerweilen ca. 100 m nach vorne abgesetzt. Jetzt denke ich auch an Markus Lohnes: Locker laufen! Und es klappt ganz gut ... 4:02, 4:00 Von den anderen kann ich mich etwas absetzen - wobei ich in der Schlußkurve dem Photographen Thomas Laut ein 'Frohes Neues' wünsche, welches er mit einem sonoren "Danke, ebenso." quittiert - und noch einen Schlußspurt draufsetzen: 3:52 So stehen 39:53 auf der Uhr (pace 3:59,3); was in der AK der Platz 8 (von 36) ist und gesamt - ich stehe in der Ergebnisliste an der ersten Stelle ..., der zweiten Seite - für Rang 62 (von 248) reicht. Viel wichtiger als die absolute Zeit ist aber die relative: 42:06, 40:08, 43:55, 39:51, 38:43, 39:05, 39:18, 38:07 (am 9.9.18); ohne Lauftraining bin ich wieder bei einer Zeit vom 17.11.18! Darauf kann ich aufbauen ... (Außerdem: Gegenüber 2018 falle ich um 0,5 %, gegenüber 2017 um 1 % und 2016 um 1,8 % zurück.) Hier die Gesamtplatzierung sowie die Altersklassenplatzierung.

10 km in 39:53
MPosition im Feld25,0%%23,3%mehr Zeit als der Erste im Feld
Position in der AK22,2%14,9%mehr Zeit als der Erste der AK

Update: Letztes Intervalltraining vor dem Saisonhöhepunkt 2018: 5 x 1.000 m in Ø 3:40; das sind keine 3:30, aber ich bin ja auch nicht mehr 35:-)

20.12.18-4.1.19: G1-Wintertraining mit dem Rennrad

Diesen Winter führe ich die 12 Jahre alte Tradition fort (es gab nur zwei Unterbrechungen ohne Rad: 07/08 in Hong Kong und 16/17 in Schottland): Über die Feiertage zwischen den Jahren reisen wir mit dem Zug an's Mittelmeer und spule gut 1.700 km im G1-Bereich ab; das ist absoluter Spitzenwert! Hier der Reisebericht Barcelona-Marseille mit vielen Photos.

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