Wintertraining 2015/2016

Marseille - (Spanien) - Marseille

Bei der Wahl des Wintertrainingsgebiets war ich zuerst unschlüssig: Wieder mal die 'sichere Bank' Spanien/Andalusien & das Mittelmeer wählen? Oder hat mich das Desaster beim Umsteigen nach Mailand noch 'im Griff'? Es hat: So entscheide ich mich für den durchgehenden TGV von Frankfurt nach Marseille und die französische Mittelmeerküste nach Spanien hin. Und wie sich herausstellt, gibt es neben Bekanntem wieder viel Neues (später dazu mehr ...)

Etappenübersicht

Datum(Start) (- Etappe) - ZielkmØ∑ kmHm∑ Hm
22.12.15Zuganreise: Frankfurt - Marseille
23.12.15Marseille - Salin-de-Giraud: Moderne & historische Industrie am Meer9323,9906
24.12.15- Sete: Reserve Nationale Camargue13426,12272341.140
25.12.15- Narbonne: Überführungsetappe10424,33312851.425
26.12.15- Perpignan: Les Routes du Pays Cathare14423,24751.2392.664
27.12.15- Argeles-sur-Mer - Collioure - Banyuls - Spanien: Portbou - Port Vendres: Cote Vermeille8420,85591.1653.829
28.12.15- Narbonne: Parc Naturel Regional de la Narbonnaise en Mediterranee10025,16594324.261
29.12.15- Le-Grau-du-Roi: Kanäle und Küste13923,27984504.711
30.12.15- Stes Maries-de-la-Mer - La Couronne: Nature trails in the Camargue12523,09234835.194
31.12.15- Marseille: Ende der Tour4021,79634925.686
1.1.16Ruhetag: Marseille
2.1.16Zugabreise: Marseille - Frankfurt

Landkarte mit Route: Marseille - Marseille

Frankfurt - Zuganreise vom Main an's Mittelmeer - Marseille

Dienstag, 22.12.15: Pünktlich wie ein schweizer Uhrwerk startet der TGV - wo mein Gios zusammengepackt in der Gepäckablage hinter den Sitzen Platz findet - und wir erreichen genauso pünktlich auch Marseille! Dieses Mal habe ich nicht das Hotel de la Prefecture gewählt, sondern das Hotel Terminus St. Charles direkt gegenüber vom Bahnhof. Allerdings haben abends nach 22 Uhr nicht mehr viele Restaurants geöffnet: Am nicht weit entfernten Hafen werde ich fündig in der Brasserie le Soleil und es gibt Moule frites.

Das Wetter für Marseille war vor der Reise in der Vorhersage schon immer sehr wechselhaft angekündigt; beinahe war die Vorhersage für Frankfurt sogar besser! Und mit Sonne habe ich mich aus Deutschland verabschiedet! Doch die höheren Temperaturen am Meer im Süden waren dann ausschlaggebend; gottlob, denn das Wetter hier in Frankfurt war hundsmiserabel.

Marseille - Moderne & historische Industrie am Meer - Salin-de-Giraud

Mittwoch, 23.12.15: Doch in der Tat habe ich Marseille nach einem Cafe-Stopp bei leichtem Nieselregen verlassen; dieser legte sich aber schnell und Wolken begleiteten mich. In Sausset les Pins reißt das Wetter langsam auf; ... und hinter mir im Rücken das elegisch an der Küste gelegene Best Western-Hotel:-(Doch später mehr dazu ...) Die Fahrt an der Küste ist hier immer besonder schön (Rückblick)! Über die Ausläufer der Chaine de l'Estaque hinüber geht es nach Martigues (wo gerade ohne ersichtlichen Grund die Zugbrücke oben ist). Die weitere Fahrt durch Port-de-Bouc und über die N 568 nach sowie durch Fos-sur-Mer - obwohl dieses Städtchen eine nette kleine Altstadt mit Kapelle auf einem Felssporn hat - und um den Port de Fos (riesiger Industriehafen) herum bis zum Abzweig nach Port-St-Louis-du-Rhone (obwohl zuletzt der Verkehr deutlich abnimmt!) ist kein großer Spaß:-| Das nächste Mal werde ich mich nach Alternativrouten umsehen, auch wenn die länger sein sollten! Am Abzweig der D 35b von der D 35 sieht man schön, wie die Wolken zum Landesinneren Platz machen für Sonne und wolkenlosen Himmel. Kurz darauf erreiche ich die Fähre Bac de Barcarin, welche mich über den Arm Grand-Rhone nach Salin-de-Giraud - mit alter Meerwassersaline - bringt hinein in den Parc naturel regional de Camargue. Telefonisch hatte ich schon ein Zimmer im Hotel de Camargue reserviert, da das Hotel Les Saladelles schon vorab per E-Mail mitgeteilt hat, daß sie Weihnachtsferien haben. Wegen der bevorstehenden Feiertage hat aber auch das Restaurant in meinem Hotel geschlossen:-| So besuche ich die örtliche Bäckerei und kann die Abendsonne in kurzer Hose genießen ...

Salin-de-Giraud - Reserve Nationale Camargue - Sete

Donnerstag, 24.12.15: Das Wetter hat sich leider für Wolken entschieden; es bleibt aber - wie auf der ganzen Tour! - trocken. Zuerst nehme ich eine 'Abkürzung' und fahre im Reserve Naturale Camargue direkt am Etang de Vaccares mit Rückenwind nach Norden. Kurzzeitig läßt sich auch die Sonne blicken, bevor an der Nordseite dicke Wolken aufziehen. So beschleunige ich die Fahrt und erreiche auf einem Radweg am Canal du Rhone a Sete Aigues Mortes (im Hintergrund die Tour de Constance). Bei der Besichtigung der Kirche Notre-Dame-des-Sablons in Aigues Mortes (totes Wasser; da das Wasser, welches die Ansiedlung im Mittelalter umgab, sehr brackig und ungenießbar war) traue ich meinen Augen nicht: Die Astra-Brauerei hat ihr Signet ausgestellt! Eine Recherche ergibt aber: Es ist das sog. 'Kreuz der Provence':-) Durch Le-Grau-du-Roi, es ist erst Mittag, fahre ich mit mächtigem Rückenwind weiter: Auf dem Dünenradweg (Rückblick nach La Grande-Motte) an der Küste entlang über Vic-la-Gladiole und Frontignan nach Sete ('Klein-Venedig des Languedoc'; Photo von 2014). Nahe des Bahnhofs komme ich unter und genieße die Feiertagsstimmung in der Stadt, die ich schon mehrfach passiert, aber in der ich noch nie übernachtet habe.

Sete - Überführungsetappe: Schnuppern am Voie Verte du canal de la Robine - Narbonne

Freitag, 25.12.15: Die heutige Etappe kenne ich schon, es gibt wenig Alternativen; zumal ist das Wetter etwas trübe ... Über Agde - zu dieser Stadt finde ich in der Winterzeit einfach keinen Zugang! Liegt es an dem dunklen Stein der Häuser, den Bewohnern oder den zugeparkten Plätzen? - und Vias über Nebenstrecken erreiche ich den Parc naturel regional de la narbonnaise en mediteranee. Durch die ersten Weinhänge erreiche ich Gruissan; ich will aber weiter bis Narbonne. Dazu erreiche ich auf der kleinen D 32 den Canal de la Robine; doch der angekündigte Radweg ist geschottert. So fahre ich auf der geteerten Nebenstraße in die Stadt und komme citynah im kleinen Hotel de Paris [11.1.16] unter. Am ersten Feiertag sind alle Restaurants geschlossen, so nehme ich mit einer Bar vorblieb direkt neben dem Weihnachtsmarkt mit Buden und Achterbahn ...

Narbonne - Les Routes du Pays Cathare - Perpignan

Samstag, 26.12.15: Das Wetter soll sich bessern, so beschließe ich den Abstecher in die Berge der Katharer. Aus Narbonne heraus ist es etwas hakelig, den Einstieg in die Nebenstrecke über Bages zu finden. Diese Strecke ist aber mit das Schönste der ganzen Tour: Durch die Wasserlandschaft der Etangs mit seinen Flamingos geht es auf einer Art Damm auf kleinsten Straßen nach Peyriac-de-Mer: Hier genieße ich schon die wärmende Sonne draußem beim Cafe au lait! Doch hier nehme ich Abschied vom Meer, es kommen mir schon die ersten Trainingsgruppen entgegen zwischen den Weinfeldern und ich fahre auf Durban-Corbieres. Über den Col d'Extreme erreiche ich Tuchan für eine Pause mit Sandwich mit einem Glas Rotwein. Gestärkt geht es hinauf über Padern und Cucugnan am Chateau de Peyrepertuse vorbei und weiter zur einmaligen Gorges de Galamus: Hier entstehen Stereo-Aufnahmen die die atemberaubende Straßenführung aber nur beispielhaft wiedergeben können. In St-Paul-de-Fenouillet hat das Hotel und Restaurant nur heute geschlossen:-( So beschließe ich, direkt nach Perpignan zum Hotel de France weiterzufahren; im Umkehrschluß heißt das aber, daß ich - mal wieder - auf den Besuch von Ille-sur-Tet (einem der Aufenthaltsorte von Charles Rennie Mackintosh) verzichten muß. Am zweiten Feiertag herrscht wieder normaler Betrieb, so daß ich das Stadtleben Perpignans in vollen Zügen genießen kann! Außerdem: Das anfangs volatile Wetter schlägt - wenigstens bis zum 30.! - in Sonnenschein um! So bestätigt sich die anfängliche indifferente Langzeitvorhersage ...

Perpignan - Cote Vermeille - Port Vendres

Sonntag, 27.12.15: Schon einige Male bin ich diesen Küstenabschnitt entlang gefahren, der so eng mit Charles Rennie Mackintosh verbunden ist. Aber die Strecke wird nie langweilig! Über St. Cyprien erreiche ich zuerst Argeles-sur-Mer, wo ich bei Sonnenschein in der belebten Fußgängerzone zum Kaffee einkehre. Auf der Küstenstraße erreiche ich bald Collioure: Um die alte Festung herum erreiche ich den Hafen: Der Kirchturm war früher mal Leuchtturm. Die sonnenüberfluteten Terrassen der Cafes sind voll besetzt; ich fahre mit kurzem Vorababstecher zum Hafen von Port Vendres durch die Weinberge des Terroir du Banyuls et du Collioure (wo das Weinlaub noch golden in der Wintersonne leuchtet) weiter die gewunderen Küstenstraße durch Cerbere (mit seinem monumentalen Hotelbau rechts und der vorgelagerten Straße, später dazu mehr) nach Portbou in Spanien: Hier gönne ich mir ein Bocadillo de queso y jamon mit vino tinto! Doch kurze Zeit später breche ich schon wieder auf; mit einem Rückblick (im Zentrum das Cafe an der Promenade, rechts oben im Hintergrund die mächtige Halle des Grenzbahnhofs) verabschiede ich mich aus Spanien und suche die alte(?) Ortsdurchfahrt von Cerbere: Hier komme ich direkt an dem sonderbar anmutenden Hotel vorbei. Es handelt sich dabei um das 'Hotel Belvedere du Rayon vert' aus der Zeit des Art Deco (Bauzeit 1928-32): Hier einige Photos. [13.1.16] Offenbar soll dieses Monument wiederhergestellt werden ...; ich bin gespannt! Zurück in Port Vendres steige ich - wie immer - ab im alten 'Hotel LE SAINT ELME**' am 2 quai Pierre Forgas (Ouvert toute l'annee).

Port Vendres - Parc Naturel Regional de la Narbonnaise en Mediterranee - Narbonne

Montag, 28.12.15: Beim kleinen Frühstück im Cafe genieße ich den Start des schönen Tages am Hafen, so wie ihn auch Charles Rennie Mackintosh schon erlebt haben muß. Auf der wieder recht wenig befahrenen Küstenstraße ergibt sich jetzt auf der Rückfahrt nach Norden der Blick in die Berge (Massif du Canigou und Monts Alberes) und die Ebene (um Perpignan). Vorbei am Weingut Reno (über die Ausläufer der Pyrenäen schieben sich Wolken) erreiche auf Nebenstrecken den Hafen von St. Cyprien, wo der tagesfrische Fang angeboten wird. Den Etang de Canet et de St. Nazaire im Rücken führt die Straße direkt am Meer entlang. Mit einer Pause in Leucate erreiche ich jetzt den Einstieg zum Radweg entlang am Canal de la Robine in Port-la-Nouvelle nach Narbonne (Route rot strichliert; Quelle: viamichelin.de): Zuerst geht es noch geteert an den Gehöften der Salin de Ste Lucie vorbei; später ist der Weg aber gut befahrbar. Das Besondere: Es gibt keinen motorisierten Verkehr! Dafür eindrucksvolle Blicke: Links der Kanal, rechts der Etang de L'Ayrolle! So fahre ich auf einem schmalen Damm, mit wechselnden Sichten immer am Wasser entlang, bis der Bahndamm linkerhand im Etang de Bages et de Sigean in Sicht kommt (auf dem wir schon aus Valencia kommend gefahren sind). So erreiche ich auf einmaligem Weg Narbonne mit seiner historischen Altstadt (v.l.): Donjon, Rathaus im ehem. erzbischöflicher Palast, Tour Saint-Martial und Kathedrale! Unterkommen tue ich wieder beim verdutzt dreinschauenden Hotelier im Hotel de Paris:-) Das Wetter für Mittwoch ist sehr sonnig angekündigt, doch man soll den Tag nicht vor dem Abend loben ...

Narbonne - Kanal und Küste - Le Grau du Roi

Dienstag, 29.12.15: Mit dem Wetter steht und fällt der Tag auf dem Rad: Denn das Auge fährt ja auch mit;-) Nach kurzer Fahrt aus Narbonne heraus und diesmal über Fleury erreiche ich wieder den Fluß Aude; in schneller Fahrt geht es weiter wieder zum Canal du Midi und am Meer entlang durch die Dünen mit wechselndem Wetter über Vic-la-Gardiole (hier hat aber das nette kleine Cafe zugemacht) und an Mireval vorbei mit Regenbogen nach Palavas-les-Flots, welches sich sehr einladend präsentiert: Vielleicht sollte ich hier auch mal Station machen. Ich strebe aber weiter über die 'skurrile Brücke' im Hafen von Carnon-Plage - es gibt hier eine psychodelische Musikinstallation, bei der sich Geräusche des Schiffsverkehrs mit sphärischen Klängen mischen - nach Le Grau du Roi mit seinem alten Leutturm am Kanal: Hier übernachte ich am liebsten am Kanal, nicht in den Hotels direkt am Strand. Vom Zimmer im Hotel Belle-Vue d'Angleterre [13.1.16] habe ich einen guten Blick auf Kanal, Leuchtturm und einfahrenden Kutter, der einen Schwarm an Vögeln hinter sich herzieht. Zum Sonnenuntergang finden sich die Menschen auf der Drehbrücke ein und der Ort zeigt sich von seiner schönsten Seite! Zum Abendessen bleibe ich dem Restaurant im Hotel Le Grand Sud [13.1.16] treu (der mich auch am 26.12.14 schon bewirtet hat): Es gibt Gardianne de taureau [13.1.16], dazu den 'Sandwein' der Gegend.

Le Grau du Roi - Nature trails in the Camargue - La Couronne

Mittwoch, 30.12.15: Mit einem klasse Sonnenaufgang starte ich in den Tag; die letzten Wolken werden vom - dann folgenden Gegen- - Wind nach Südwesten vertrieben. Ich folge wieder dem Radweg am Canal du Rhone a Sete, sehe mir aber auf einem Abstecher den Tour Carbonniere [STEREO] an: Dieser war damals Verteidigungsstelle einer über Dämme und Brücken führenden Fernstraße, welche den einzigen Zugang zur damalaligen Hafenstadt Aigues Mortes darstellte (wohlgemerkt: Im 13. Jh.!) und bietet eine tolle Aussicht über die sumpfige Landschaft. Auf meinem Weg nach Saintes Maries de la Mer kann ich mich einer Trainingsgruppe auf dem Weg durch die Anbauregion des Vin de Sable ('Sandwein') anschließen: Dort angekommen stärke ich mich nahe der festungsartigen Kirche und folge dem Wegweiser zum Einstieg in den Digue a la Mer, einem Damm - größtenteils Fußgängern und Radfahrern vorbehalten! - durch die unberührte Natur der meeresnahen Camargue. Der Weg ist bei trockenem Wetter gut zu fahren und einziger Zugang zum Phare de la Gaucholle. Neben dem Radweg am Canal de la Robine eine der eindruckvollsten Erlebnisse dieser Tour! Durch Salin-de-Giraud setze ich mit der Bac de Barcarin wieder über den Arm der Grand Rhone, finde das avisierte Hotel in Martigues in Renovierung zwischen den Jahren und 'kämpfe' mich so über die letzten 'Pässe' wieder zurück an's Meer. Da die Sonne jetzt schon schwindet und ich fürchte, nach weit über 100 km in den folgenden kleinen Orten kaum noch ein Hotel zu finden, folge ich in La Couronne den Schildern zum Hotel des Pins: Der Ort selber gibt nicht viel her und auch der Weg in den Hafen Carro ändert daran nichts. (Wäre ich doch nur die 6 km weitergefahren nach Sausset les Pins ...)

La Couronne - Ende der Tour - Marseille

Donnerstag, 31.12.15: Wie angkündigt ist der Himmel wolkenverhangen, als ich die Küste bei Sausset les Pins passiere (im Hintergrund die Marseille umgebenden Bergrücken). So erreiche ich schnell Marseille und beende die Tour mit 963 km. Ich bummel etwas durch die Stadt, wobei mich die renovierten Straßenzüge am meisten beeindrucken. Abends liegt der Bahnhof St. Charles noch ruhig: In der Silvesternacht gehe ich wieder Essen am Hafen in der Brasserie le Soleil und lasse mich noch etwas durch die feiernde Stadt treiben ...

Ruhetag in Marseille

Freitag, 1.1.16: Heute führt mich der erste Gang zum Bahnhof gegenüber, um die Süddeutsche vom 31.12.15 zu kaufen; vom Bahnhof habe ich eine klasse Sicht über die Dächer von Marseille. Dann starte ich mit der Metro einen Rundgang, der an der Cite Radieuse von Le Corbusier beginnt: Die Dachterrasse zeugt vom Stil der Bauzeit 1947-52; sie beinhaltet u.a. Bühne, eine Art Rundkurs zum Laufen oder Radfahren, eine/n Turnhalle/Versammlungsraum etc. und bietet einen tollen Blick bis zur Küste und zum Meer! Zu einem zweiten Frühstück verziehe ich mich in das Cafe des integrierten Hotels. Hier erlebe ich den Charme der modularen Bauweise, die damals einer breiten Masse verbesserten Wohnkomfort ermöglichen sollte und als der Verläufer der Plattenbauten angesehen werden kann. Eingebettet ist die 'vertikale Stadt' in einen kleinen Park (im Zentrum links die 'Ladenstraße' sowie der Balkon des Cafes; beides öffentlich zugänglich wie auch die Dachterrasse). Von dort gehe ich entlang der Huveaune und komme zum Parc Borley (Bauzeit 1860-80), an den auch der - heute am 1.1. leider geschlossene - botanische Garten angegliedert ist. Der Parc grenzt fast schon an's Meer; hier die Wasserspeier vor dem Chateau Borley (welches das Musee des Arts decoratifs et de la Mode beherbergt ..., am 1.1. auch geschlossen wie eigentlich alles). Auf meinem weiteren Weg der Corniche folgend mache ich einen Abstecher in eine alte, kleine Bucht, während sind das Wetter etwas zuzieht.

Marseille - Zugabreise zurück in die Heimat - Frankfurt

Samstag, 2.12.15: Wie angkündigt gibt es heute leichten Dauerregen; vom Hotel sind es aber nur ein paar Schritte bis zum Bahnhof. Hier warte ich schon am Zug, bis die Türen öffnen, verstaue das Rad und ebenso pünktlich wie die Hinfahrt verläuft die Rückfahrt: Dabei rasen wir mit bis zu 320 km/h durch die Provence ...

Fazit

Auch wenn das Wetter nicht immer sonnig ist bis zum Anschlag: Die abwechslungsreichen Strecken entlang der Küste sind das Risiko wert! Diese Reise habe ich - bei bestem, trockenen Wetter - spezielle, für KFZ gesperrte Wege ausprobiert. Aber auch mit dem Rennrad war das kein Problem. Die Fahrten direkt durch die Naturparks und die küstennahe Landschaft waren einmalig!

Ebenso die Cote Vermeille: Sie ist eine erstklassige Küstenstraße, der ich gerne noch weiter nach Spanien gefolgt wäre. (Hier stehen aber die Abreise aus Barcelona mit Umstieg und Bahnhofswechsel in Paris der durchgehenden Abreise aus Marseille entgegen.) Die Orte Collioure, Port Vendres, Banyuls und Portbou laden mehr zum Verweilen ein als mir lieb war:-)

Als einzigem bitteren Beigeschack bleibt bei Reisen über die Feiertage, daß in kleinen Ortschaften eine Übernachtung nicht immer gesichert ist. Viele - fast alle! - Hotels der Sommersaison sind geschlossen und nur mit guter Vorbereitung läßt sich die Unterkunft für jedes Wetter sicherstellen.

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